Polizei findet über 140 Waffen in privatem Bunker

Waffen, Munition und Material zur Sprengstoff-Herstellung stellte die Polizei in dem privaten Bunker sicher.
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21. November 2014 - 20:37 Uhr

"Extremistischer Hintergrund nicht erkennbar"

Die Polizei hat in einem privaten Bunker in Niederbayern ein illegales Waffenarsenal entdeckt. Ein 59-jähriger Elektriker aus dem Landkreis Kelheim soll in dem selbst gebauten Kellerraum mehr als 140 Waffen sowie Material zur Sprengstoffherstellung versteckt haben. Das Amtsgericht Regensburg erließ Haftbefehl gegen den Mann, der für die Waffen keine Erlaubnis vorlegen konnte.

"Nach jetzigem Ermittlungsstand ist ein extremistischer Hintergrund nicht erkennbar", teilte das Landeskriminalamt mit. Die Beamten beschlagnahmten zwei vollautomatische Maschinenpistolen, 80 Langwaffen, 60 Handfeuerwaffen, rund 20.000 Schuss Munition, 20 Kilogramm Nitrocellulosepulver und 20 Kilogramm Grundsubstanzen zur Herstellung von Sprengstoff. Nach eigenen Angaben wollte der Mann sich und seine Familie in dem "atomsicheren Bunker" vor möglichen Angriffen schützen.

Er legte dort auch größere Lebensmittelvorräte an und baute eine Luft- und Wasseraufbereitungsanlage. "Da diese Räume besonders stabil gebaut waren, mussten die Ermittler zu schwerem Gerät greifen und unter anderem mit Bohrhämmern Wände und Böden einreißen", teilte die Polizei mit.