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Polizei fahndet nach brutalem S-Bahn-Angreifer von Leipzig

Zugbegleiterin verprügelt

Polizei fahndet nach brutalem S-Bahn-Angreifer von Leipzig

FahndungsfotoLZ
FahndungsfotoLZ

Täter tritt Schaffnerin gegen den Kopf

Sie wollte die Fahrkarten ihrer Passagiere kontrollieren. Doch statt eines gültigen Tickets gab ihr ein junger Mann mit voller Wucht einen Tritt gegen den Kopf. Mit Fahndungsfotos sucht die Leipziger Bundespolizeiinspektion jetzt nach einem brutalen Jugendlichen und seinen Gehilfen.

Jugendliche waren "sehr angetrunken"

Der Angriff ereignete sich schon am 19. Juli in einer Leipziger S-Bahn. In Nacht wollte eine Zugbegleiterin in der S-Bahn nach Leipzig-Grünau bei mehreren Jugendlichen die Fahrscheine kontrollieren. Doch schon während der Kontrolle wurde sie von den Jugendlichen beleidigt. Einige Teenager hatten sich in der Toilette eingeschlossen, um nicht kontrolliert zu werden. „Die waren aufgeregt, aufgewühlt, keine Ahnung, was die vorher erlebt hatten – sie hatten aber auch alkoholische Getränke bei sich, also waren auch sehr angetrunken“, so das Opfer gegenüber dem MDR.

Beim Halt der S-Bahn in Leutzsch wurde die Gruppe aufgefordert, den Zug zu verlassen. Dabei wurde die Zugbegleiterin von einem Jugendlichen bespuckt. Einige verließen die Bahn und fingen an, die Zugbegleiterin zu beleidigen. Als der Rest der Gruppe nach mehrmaliger Aufforderung ausstieg, wurde die Zugbegleiterin durch einen Tritt mit dem Fuß von hinten am Kopf getroffen. Den Angriff von hinten konnte sie nicht sehen. Daraufhin stürzte sie in die geöffnete Tür der S-Bahn und blieb einige Minuten liegen. Die Zugbegleiterin erlitt einen Schock und leichte Verletzungen. Die Jugendlichen flüchteten in unbekannte Richtung.

Bahn-Mitarbeiterin bis heute krankgeschrieben

Die bereits alarmierte Bundespolizei suchte mit mehreren Streifenwagen und mit Unterstützung der Landespolizei die Umgebung des S-Bahnhaltepunktes nach den Jugendlichen ab und sicherte erste Beweismittel. Die Bundespolizei Leipzig hat Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Wie die Schaffnerin gegenüber dem MDR berichtete, habe ihr der „dumpfe Schlag gegen die rechte Kopfhälfte“ ein Schleudertrauma eingebracht. „Es bewirkt Schmerzen von der Halswirbelsäule bis zum Ende des Rückens.“ Sie müsse Schmerzmittel nehmen, um sich normal bewegen zu können und sei auch drei Wochen nach der Tat noch krankgeschrieben.

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Wer kennt die Täter?

Zu dem Vorfall am 19. Juli gab ein Gericht jetzt Fahndungsfotos frei. Der Gesuchte hatte die Frau durch den Fußtritt verletzt. Er ist etwa 1,70 Meter groß und schlank, hat kurze gekräuselte Haare. Zum Tatzeitpunkt trug er eine schwarze, gesteppte Jacke, blaue Jeans und schwarz-weiße Turnschuhe.

  • Wer die Person auf dem Foto kennt oder Hinweise zu der Tat geben kann, wird gebeten, sich bei der Bundespolizei unter Telefon 0341 997990 oder jeder anderen Polizeidienststelle melden.