2018 M12 13 - 22:29 Uhr

Der mutmaßliche Straßburger Attentäter Cherif Chekatt ist tot. Dies berichten mehrere Medien übereinstimmend und unter Berufung auf Polizeikreise. Der Mann sei in Straßburg erschossen worden. Zuvor hatte es geheißen, Chekatt sei von der Polizei "neutralisiert" worden. Das Verb "neutralisieren" kann im Französischen entweder "töten" oder "außer Gefecht setzen" heißen.

Zugriff im Stadtteil Neudorf

Neben der Deutschen Presseagentur dpa berichtet auch die britische Nachrichtenagentur Reuters von Schüssen in Straßburg. Laut französischen Polizeikreisen sei Chekatt dabei getötet worden, so die Meldung. Auch die französische Nachrichtenagentur AFP meldete, der Terrorist sei von der Polizei erschossen worden.

Chekatt hatte sich laut "Franceinfo" in einem Lagerhaus auf der Plaine des Butchers im Bezirk Meinau unweit von Neudorf versteckt. In dem Gebiet war er nach seinem Angriff zum letzten Mal gesehen worden. Im Bezirk Neudorf hatte tagsüber ein großer Polizeieinsatz stattgefunden, bei dem einige Menschen festgenommen worden waren.

Chekatt als islamistischer Gefährder bekannt

Cherif Chekatt hatte am Dienstag nahe des Straßburger Weihnachtsmarktes insgesamt vier Menschen getötet und elf weitere verletzt. Zeugen haben ihn nach Angaben des Chefermittlers Rémy Heitz "Allahu Akbar" ("Gott ist groß" auf Arabisch) rufen hören. Anschließend war er auf der Flucht vor der Polizei von Soldaten verletzt worden und schließlich spurlos verschwunden.

Ein Großaufgebot der französischen Polizei fahndete rund um die Uhr nach dem Terroristen. Zwischenzeitig wurde auch darüber spekuliert, ob er sich ins nahegelegene Ausland abgesetzt haben könnte.

Der 29-Jährige galt in seiner französischen Heimat als islamistischer Gefährder. Zudem war er ein polizeibekannter Krimineller, der nicht nur in Frankreich, sondern auch in Deutschland und Luxemburg Straftaten begangen hat.