Polizei bespuckt und geschlagen: Fahrgast muss in Haft

11. Juni 2021 - 14:53 Uhr

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Weil er an einem Bahnsteig im Frankfurter Hauptbahnhof Polizeibeamte bespuckt, beleidigt und geschlagen hatte, muss ein Mann für sieben Monate in Haft. Der 27-Jährige war im Mai 2019 in einem Intercity zwischen Nürnberg und Frankfurt zunächst ohne Fahrschein aufgefallen. Der Zugschaffnerin hielt er stattdessen ein Messer mit zehn Zentimeter langer Klinge vor. Die Frau verständigte die Polizei, die den Schwarzfahrer in Frankfurt am Bahnsteig in Empfang nahm.

Bei seiner Kontrolle leistete der Mann erheblichen Widerstand. Er biss und schlug nach den Beamten und überzog sie mit Beleidigungen. Nach seiner Festnahme urinierte er zudem in die Zelle.

Vor Gericht machte er keine Angaben zu den Vorwürfen und seiner Person. Weil keine Anhaltspunkte für eine positive Sozialprognose festzustellen seien, verwehrte ihm die Richterin am Amtsgericht Frankfurt am Freitag die Strafaussetzung zur Bewährung. Verurteilt wurde er wegen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Beleidigung. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Verteidiger hatte auf eine Geldstrafe plädiert.

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Quelle: DPA

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