Polizei: Beratungsstelle für Betroffene von Hanauer Anschlag

21. Februar 2020 - 10:30 Uhr

Angehörige und Hinterbliebene der Anschlagsopfer von Hanau sowie unmittelbar von der Tat Betroffene können sich an eine eigens eingerichtete Beratungsstelle wenden. "Die Polizei bietet ab sofort Hilfestellung und Information in einem eingerichteten Betroffeneninformationszentrum (BIZ) an", teilte das hessische Landeskriminalamt (LKA) am Freitag in Wiesbaden mit. Es sei als Anlaufstelle für diejenigen gedacht, die Hilfe und Unterstützung benötigten, sagte eine LKA-Sprecherin. Das Zentrum wurde in der Heinrich-Heine-Grundschule, Karlsbader Straße 12, in Hanau eröffnet.

Nach Anschlägen wie in Hanau gehöre es zu den Aufgaben der Polizei, mit einem solchen Zentrum Betroffenen Hilfe anzubieten, erläuterte die Sprecherin. Beamte stehen demnach bereit, den Angehörigen die Unterstützung und Informationen anzubieten, die angefragt werden. Es gehe zum Beispiel um Weiterleitung an Fachstellen, es könne um Fragen zum Opferschutz gehen oder um psychologische Hilfestellung. Für akuten Bedarf steht der Sprecherin zufolge auch ein Team von Polizeipsychologen bereit. Die Polizei arbeite mit anderen Behörden und Institutionen wie Gesundheitsamt und Feuerwehr zusammen.

Ein 43-jähriger Deutscher hatte am Mittwochabend in Hanau aus mutmaßlich rechtsradikalen und rassistischen Motiven neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen. Außerdem tötete er seine Mutter und sich selbst.

Quelle: DPA