Polizei befreit Baby aus aufgeheiztem Auto – Mutter hatte es versehentlich eingesperrt

In Bann in Rheinland-Pfalz musste die Polizei ein Baby aus einem aufgeheizten Auto befreien (Symbolbild)
In Bann in Rheinland-Pfalz musste die Polizei ein Baby aus einem aufgeheizten Auto befreien (Symbolbild)

03. August 2018 - 18:09 Uhr

Polizei eilt eingesperrtem Baby zur Hilfe

Nur mal schnell in den Supermarkt und solange den Hund oder das Kind bei sommerlichen Temperaturen im Auto lassen – immer wieder muss die Polizei deswegen ausrücken und Autotüren und -fenster aufbrechen. Denn schon bei scheinbar moderaten Temperaturen kann ein geschlossenes Fahrzeug zur Todesfalle werden. Im rheinland-pfälzischen Bann musste die Polizei jetzt einem Baby zur Hilfe kommen, das in einem Wagen eingesperrt war. Bei dem Vorfall handelte es sich jedoch um ein Versehen, die Mutter hatte die Beamten selbst um Hilfe gebeten.

Zentralverriegelung wird zum Verhängnis

Für die 25-Jährige Mutter muss es ein Schockmoment gewesen sein: Die kleine Tochter bei sengender Hitze im Auto und die Türen lassen sich nicht mehr öffnen. Die junge Frau hatte die Schlüssel im Wagen abgelegt und augenscheinlich die Zentralverriegelung aktiviert.

Aus Sorge um das nur acht Wochen alte Kind wandte sich die Mutter an die Polizei. Da bei der brütenden Hitze unmittelbare Gefahr drohte, schlugen die Beamten kurzerhand eine Seitenscheibe ein und befreiten das Mädchen. Nach einer kurzen ärztlichen Behandlung konnte es wohlbehalten zu seiner Mutter zurück.

So schnell wird das Auto zum tödlichen Hitzekäfig

Auch bei scheinbar harmlosen Außentemperaturen kann das Auto schnell zur Todesfalle werden. Sind es draußen beispielsweise 32 Grad, dann heizt sich das Wageninnere nach 10 Minuten bereits auf 39 Grad und nach 30 Minuten schon auf 48 Grad auf. Dann wird es für den Körper kritisch, denn schon ab 42 Grad kann der Kreislauf versagen. Besonders für Kinder können die hohen Temperaturen schnell lebensgefährlich werden. Alles, was sie über die Gefahr durch Hitze wissen sollten, erfahren Sie im Video.