Erwischt!

Politiker guckt Pornos im Parlament - und hat eine ziemlich absurde Ausrede parat

Abgeordneter beim Porno-Gucken erwischt
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18. September 2020 - 14:42 Uhr

Da war wohl jemandem langweilig

Pornos am Arbeitsplatz schauen – dabei sollte man sich definitiv besser nicht erwischen lassen. Schon gar nicht, wenn man als Politiker im Parlament sitzt und hinter einem eine ganze Horde Reporter mitbekommt, was da über den Smartphone-Bildschirm flimmert. In dem Fall braucht man eine verdammt gute Ausrede. Wie sieht es aus – finden Sie diese hier vom thailändischen Abgeordneten Ronnathep Anuwat glaubwürdig?

Ganz schön peinlich!

Im Parlament in Bangkok geht es gerade um das Haushaltsbudget. Lange Reden und Debatten, da kann das Zuhören schon mal anstrengend werden. Das dachte sich anscheinend auch Ronnathep  Anuwat. Der Politiker zückte während der Sitzung sein Handy und schaute sich ein Video mit nackten Frauen an, wie lokale Zeitungen berichten. Dabei hat der Abgeordnete aber anscheinend vergessen, dass er direkt unter der Pressetribüne saß. Die Reporter freuten sich und knipsten fröhlich Bilder von Anuwat und dem Porno auf seinem Handy. Ganz schön peinlich!

Ob er mit dieser Ausrede durchkommt?

Immerhin hat Anuwat eine Ausrede parat – wenn auch keine besonders gute. Er habe überprüfen wollen, "ob das Model in Gefahr war", wie er später zu Protokoll gab. Ganze zehn Minuten brauchte Anuwat, um festzustellen, dass keine Gefahr droht. Aber wie kam er überhaupt auf diesen absurden Gedanken?

Wie die "Daily Mail" berichtet, gab Anuwat an, sich den Hintergrund genauer anschauen zu wollen. Er habe die Bilder zugeschickt bekommen, von einem Mädchen, das "um Hilfe bat". Er habe gefürchtet, sie sei von "Gangstern dazu gezwungen worden, die Bilder aufzunehmen". Als er jedoch gemerkt habe, dass das Mädchen nur auf Geld aus sei, habe er die pornografischen Inhalte gelöscht.

Puh, gut rausgeredet! Mit Folgen muss der thailändische Politiker nun nicht rechnen. Es gebe keine Regel dafür, was Abgeordnete sich im Parlament auf dem Handy anschauen dürften und was nicht. Es sei seine "persönliche Angelegenheit", so Parlamentssprecher Chuan Leekpai laut "Daily Mail". Na dann!

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