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Polen stellt Daten von 800 Sexverbrechern offen ins Netz

Polen stellt Daten von 800 Sexverbrechern offen ins Netz

Schatten von Erwachsenem und Kind
Das polnische Justizministerium hat ein Register mit Namen und Fotos von rund 800 verurteilten Sexualstraftätern online gestellt (Symbolfoto).
Getty Images/iStockphoto, tzahiV

Datenbank mit Pädophilen und besonders brutalen Vergewaltigern in Polen

Ungewöhnliche Maßnahme in Polen: Das Justizministerium hat ein Register mit Namen und Fotos von rund 800 verurteilten Sexualstraftätern online gestellt. Die Datenbank ist seit Jahresbeginn auf der Webseite des Ministeriums öffentlich zugänglich. Sie enthält Daten wie Namen, Geburtsorte, Aufenthaltsorte und Fotos der gefährlichsten Sexualverbrecher sowie Informationen über die von ihnen begangenen Taten.

Weitere 2.600 Sexualverbrecher für registrierte User von Behörden und Instituten sichtbar

Computerbildschirm mit kinderpornographischem Inhalt
Kinderpornographie im Internet (Archivfoto).

Es handele sich vor allem um Pädophile, die Kinder unter 15 Jahren missbraucht hätten, sowie besonders brutale Vergewaltiger, hieß es aus dem Justizministerium. Das Register wird demnach laufend aktualisiert. Das Justizministerium wolle damit – unter anderem dem Vorbild der USA folgend – Kriminelle besser kontrollieren und Verbrechen vorbeugen. "Das Recht auf den Schutz unserer Kinder steht über der Anonymität von Verbrechern", sagte Justizminister und Generalstaatsanwalt Zbigniew Ziobro.

Das Register mit rund 2.600 Sexualtätern, die unter anderem wegen Kinderpornografie verurteilt wurden, ist nur nach vorheriger Registrierung für bestimmte Institutionen und Behörden einsehbar. Das Justizministerium fordert unter anderem Schuldirektoren auf, ihr Personal vor der Einstellung mithilfe der Datenbank zu überprüfen. Würden verurteilte Sexualverbrecher zur Arbeit mit Kindern eingestellt, drohten Geld- oder Haftstrafen.