2018 M08 19 - 15:20 Uhr

Fahrer missachtete wohl Warnschilder

Horror für die Insassen eines ukrainischen Touristenbusses: Bei einem schweren Unfall in der südostpolnischen Region Karpatenvorland sind drei Menschen gestorben, 37 wurden zum Teil schwer verletzt. Der Fahrer wurde festgenommen. Er soll Warnschilder vor der als "Todeskurve" bekannten Unglücksstelle missachtet haben.

Staatsanwaltschaft könnte zehn Jahre Haft fordern

18.08.2018, Polen, Leszczawa: Feuerwehrleute sind am Unglücksort im Einsatz. In der Nacht vom 17. auf den 18.08.2018 verunglückte ein ukrainischer Bus zwischen den Städten Przemysl und Sanok. Drei Menschen kamen bei dem Unfall ums Leben. Foto: Darek
Der Bus stürzte auf der kurvigen Straße einen Hang hinunter.
© dpa, Darek Delmanowicz, nlat mlh nwi

Sollte die Staatsanwaltschaft ihn anklagen, droht dem Mann eine Gefängnisstrafe von bis zu zehn Jahren. Statt der erlaubten 30 km/h soll er mit knapp 80 km/h unterwegs gewesen sein. Die Unglücksstelle ist für zahlreiche Unfälle bekannt, berichten polnische Medien.

Der Bus befand sich auf dem Weg aus der Ukraine nach Wien. Die Straßen in der Gebirgsregion Karpatenvorland gelten als gefährlich; der Bus stürzte nahe des Dorfes Leszczawa Dolna einen Hang hinab. Insgesamt saßen 54 Personen in dem Fahrzeug. Die 51 Überlebenden wurden in Krankenhäusern untersucht und notversorgt. 14 Personen konnten gleich wieder entlassen werden.