'Pokémon Go' jetzt auch in Deutschland für Android und iOS erhältlich: Das müssen Spieler wissen!

12. August 2016 - 15:34 Uhr

Pikachu und Co. in Deutschland jagen - auch mit iOS

'Pokémon Go' ist das erste Spiel von Nintendo für Smartphones und seit dem 13. Juli für Android und iOS erhältlich. Doch schon jetzt gibt es einen Riesen-Hype um die belieben Monster-Figuren. Es wird im Freien gespielt und nutzt die realen Standortdaten der Spieler. Wir erklären, wie auch Apple-Nutzer in Deutschland 'Pokémon Go' spielen können und warum jetzt schon immer mehr Kriminelle versuchen, das Spiel zu missbrauchen.

Pokémon Go: Alle lieben es, doch es birgt Gefahren
Pokémon Go ist das erste Spiel von Nintendo für Smartphones
© dpa, ---, Nintendo/dpa

Ziel ist es bei 'Pokémon Go', die Pokemon-Monster-Figuren zu fangen, die auf dem Smartphone-Display in die reale Umgebung eingebettet sind. Das sogenannte Augmented-Reality-Spiel kombiniert somit die Realität mit virtuellen Bildern. Die Spieler begeben sich auf die Straßen und suchen Pikachu, Enton und Co. Durch die GPS-Daten des Smartphones erfährt die App, wo sich der Spieler gerade aufhält. Befindet sich ein Pokémon in der Nähe, vibriert das Smartphone. Die kleinen Monster sind auf der ganzen Welt versteckt.

Achtung: Trojaner, Datensammler und Akku-Fresser

Doch die App birgt auch Schattensatten: Den unglaublichen Erfolg von 'Pokémon Go' nutzen nämlich auch Betrüger und bringen Spiele-Versionen in Umlauf, die mit Trojanern infiziert sind. Die Software kann dann sensible Informationen ausspionieren und das Smartphone fernsteuern, berichtet das Sicherheitsunternehmen 'Proofpoint'. Noch ist unklar, ob die Schadsoftware vom Virenscanner erkannt werden kann. 'Proofpoint' rät zur Vorsicht, wenn beim Herunterladen ungewöhnlich viele Berechtigungen – z.B. Zugriff auf besuchte Webseiten – verlangt werden.

Zudem sammelt UND speichert der App-Entwickler 'Niantic' alle Informationen, die Sie durch die App preisgeben - das steht im Kleingedruckten. Unter anderem sind das die IP-Adresse, die E-Mail-Adresse, ihren Standort, den Usernamen und die Internet-Seite, die Sie zuvor besucht haben. Außerdem hat 'Niantic' - wenn Sie sich mit ihrem Google-Konto angemeldet haben und die Option nicht ausdrücklich ausschalten - Zugriff auf Ihr gesamtes Konto.

Neben der Viren- und der Ausspäh-Gefahr ist die App aber auch der Albtraum für jeden Smartphone-Akku: Display, GPS und mobile Datenverbindungen zerren zeitgleich an der Batterie. Wegen der Augmented-Reality werden Pokémons zudem vor einem realen Hintergrund projiziert. Dazu wird die Smartphone-Kamera aktiviert, was ebenfalls viel Akku kostet.

Im Video erklärt ein Fachmann, welche Vorteile die App für ihre Nutzer hat. Denn neben dem Spaßfaktor tut 'Pokémon Go' auch der Gesundheit etwas Gutes. Aber Vorsicht: Die App birgt auch Nachteile und Gefahren - mehr dazu im Video.