'Pokémon Go': Das sollten Eltern beachten, um ihre Kinder vor Gefahren zu schützen

24. August 2016 - 16:45 Uhr

Alle Pokémon-Go-Fakten auf einen Blick

Dieses Spiel 'Pokémon Go' entwickelt sich zum wahren Massentrend. Also nicht wundern, wenn Ihre Kinder plötzlich raus wollen oder vorschlagen, spazieren zu gehen - in Wahrheit wollen sie eigentlich nur Pokémons mit den Poké-Bällen einfangen. Doch wie funktioniert das Spiel und worauf sollten Eltern unbedingt achten?

1. Was ist Pokémon Go?

Dieses Handyspiel verbindet die reale Welt mit der virtuellen. Man muss sich draußen bewegen, um voranzukommen. Aufgabe ist es, die kleinen Monster - Pokémons - einzufangen. Die dazu notwendigen Poké-Bälle findet man zum Beispiel an Sehenswürdigkeiten in der Stadt. Die sind extra für das Spiel erfasst worden und heißen Poké-Stops.

2. Was bringt das Spiel mit sich?

Das Spiel ist wirklich sehr laufintensiv. Denn wenn der Spieler beispielsweise ein Ei findet, schlüpft das Pokémon erst nach einer bestimmten Anzahl an Schritten. Positiv hervorzuheben ist damit die viele Bewegung an der frischen Luft, die Kinder durch das Spielen bekommen.

3. Was sollte beachtet werden?

Über ein GPS-Signal im Smartphone weiß das Spiel, wo sich der Spieler gerade befindet. Insbesondere ist Vorsicht geboten, wenn Screenshots geteilt werden. Denn dann kann jeder sehen, wo der Mitspieler gerade ist.

4. Ist das Spiel gefährlich?

Da Pokémon Go den ständigen Blick auf das Display abverlangt, kann das Handygame durchaus gefährlich werden. Vor allem Kinder nehmen während des Spielens ihre Umgebung dann nicht mehr wahr und können unbedacht auf die Straße laufen.

5. Fehlfunktion der Ortung

Das GPS-Signal funktioniert nicht immer zu 100 Prozent. Also aufgepasst: Wenn es heißt, das Pokémon ist in einer Baugrube versteckt, muss das nicht tatsächlich stimmen. Den Abstieg sollte man sich aber in jedem Fall – auch wenn das Signal richtig ist - immer lieber sparen.

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6. Poké-Stops an abgelegenen Orten

Zu manchen Treffpunkten im Spiel sollten Ihre Kinder auf keinen Fall alleine oder im Dunkeln gehen. Einige Orte, die in dem Spiel angezeigt werden, sind wirklich einsam und abseits gelegen.

7. Zu zweit auf die Jagd gehen

Schicken Sie Ihr Kind lieber mit einem Freund los. Die Kids werden den gleichen Monstern begegnen und können diese auch unabhängig voneinander einfangen. Es gibt also keine Ausreden für alleiniges Umherspazieren.

8. Ist das Spiel kostenlos?

Grundsätzlich kann man das Spiel kostenfrei spielen. Es besteht allerdings die Möglichkeit, zusätzliches Equipment zu kaufen. Das ist aber nicht notwendig. Besprechen Sie mit ihrem Kind vorher den Umgang mit der Zusatz-Funktion oder stellen sie den App-Store-Account so ein, dass keine Ausgaben ohne die Zustimmung der Eltern getätigt werden können.

9. Datenschutzbestimmungen

Es empfiehlt sich, ein Pseudonym als Trainernamen zu verwenden. Denn es besteht durchaus die Möglichkeit, dass andere Mitspieler Ihr Kind identifizieren können, wenn der richtige Name verwendet wird. Gesammelte Informationen kann der Hersteller allerdings dennoch an Dritte Weiter geben. In der Datenbestimmungen fällt das dann unter die Formulierung 'unter bestimmten Umständen'.

10. Selber ausprobieren

Das Spiel macht nicht nur Kindern Spaß. Auch viele Erwachsene spielen es bereits. Statt sich eine Menge Fragen zu stellen und unnötige Sorgen aufkommen zu lassen, spielen Sie Pokémon Go doch zusammen mit ihrem Kind. Wer weiß, vielleicht entdecken Sie ein neues Hobby, dem Sie gemeinsam mit ihrem Nachwuchs nachgehen können.