Newsticker
Alle aktuellen Nachrichten im Überblick

Point-Alpha-Stiftung kommt nicht zur Ruhe

Gedenkstätte Point Alpha zur innerdeutschen Grenze
Das "Haus auf der Grenze" zwischen Thüringen und Hessen beherbergt eine Dauerausstellung der Point Alpha Stiftung. Foto: Jens Kalaene/Archiv © deutsche presse agentur

Nach dem Rücktritt von Ricarda Steinbach als hauptamtliche Direktorin kommt die Grenzgedenkstätte Point Alpha nicht zur Ruhe. Der hessische Regierungssprecher Michael Bußer sagte der "Frankfurter Rundschau" (Donnerstag) und der Deutschen Presse-Agentur: "Die Landesregierung erwartet, dass baldmöglichst die aufgetretenen Unstimmigkeiten überwunden werden und die Stiftung erfolgreich weiterarbeitet." Zu Details äußerte sich Bußer nicht. Es soll um die Ausrichtung der Erinnerungsarbeit von Point Alpha gehen. Steinbach hatte ihre Ämter im Juni ohne Angabe von Gründen niedergelegt.

Laut "Frankfurter Rundschau" traten jüngst auch Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats zurück. Sie hätten bedauert, dass sich die Zusammensetzung des Beirats seit anderthalb Jahren "politisch und geografisch deutlich verengt" habe und es an Pluralität fehle. In dem Gremium sitzen dem Zeitungsbericht zufolge vor allem lokale CDU-Politiker. Laut einer Stiftungssprecherin nimmt die Gedenkstätte den Rückzug von Beiratsmitgliedern aber auch als Chance wahr, dort einen Generationswechsel einzuleiten.

Die von Landesregierungen unabhängige Stiftung ist Trägerin der Gedenkstätte an der Grenze von Hessen (Rasdorf) zu Thüringen (Geisa) in der Rhön. Früher war dort ein Beobachtungsposten der US-Armee. Die Ziele der zurückgetretenen Direktorin Steinbach waren unter anderem, Point Alpha zu einem Begegnungsort zu machen, neue Zielgruppen bei den Besuchern zu erschließen und Kooperationen zu gründen.


Quelle: DPA

Mehr News-Themen