Mixed Martial Arts

Pöbel-Faust Conor McGregor kehrt zurück

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14. Januar 2020 - 12:33 Uhr

McGregor wieder im Käfig

Conor McGregor kann keinem böse sein, der ihn Kampf-Prolet, Pöbel-Faust oder sonst wie nennt. Der irische Mixed-Martial-Arts-Held verdient sich dieses Image mit Kneipenprügeleien und allerei ähnlicher Späße immer wieder neu. Am Wochenende kehrt der 31-Jährige nach über einjähriger Pause in den Käfig zurück. Das gefällt nicht jedem.

Spitzname; "The Notorious", der Berüchtigte

Aushängeschild McGregor hievt den Sport zwar ins kollektive Bewusstsein und macht kräftig Werbung. Aber was ist es für Zeichen nach außen, wenn sich der bekannteste Athlet in Kneipen prügelt, nach Pressekonferenzen komplett ausrastet oder Handys von Fans zertrümmert. Kein gern gesehenes in einem Sport, den viele wegen seiner Butalität ablehnen. "Wenn du kein normaler Kerl bist, sondern ein professioneller Kämpfer, kannst du sowas nicht tun. Wenn du Conor McGregor bist, kannst du es nicht tun", sagt Dana White, Präsident der austragenden Ultimate Fighting Championship (UFC).

Duell gegen Donald "Cowboy" Cerrone

In der Nacht zum 19. Januar kämpft McGregor in Las Vegas gegen Donald "Cowboy" Cerrone. Für McGregor ist es nicht irgendein Kampf, es ist die Rückkehr in den Käfig, nachdem er im Oktober 2018 von UFC-Champ Chabib Nurmagomedow übel verdroschen worden war. Sowohl für den gedemütigten McGregor als auch für die UFC steht viel auf dem Spiel.

UFC scheffelt richtig Kohle

Der Ire ist trotz der langen Abwesenheit immer noch der Superstar der Szene und der Profitbringer des Veranstalters. ​Die UFC ist ein Milliardengeschäft. 2016 wurde die Organisation für vier Milliarden Dollar verkauft. 2018 schloss sie einen Vertrag mit dem US-Sender ESPN ab, der bis 2023 pro Jahr 300 Millionen Dollar garantiert. Will die UFC ihr Niveau halten, braucht sie Aushängeschilder.

McGregor schwimmt im Geld

McGregor hat seine Schäfchen finanziell längst im Trockenen. Sollte er bei seiner Rückkehr verlieren, fiele er weich. Laut Forbes hat der Ire allein zwischen Juni 2018 und Juni 2019 47 Millionen Dollar verdient. Für seinen Showkampf gegen Floyd Mayweather soll er 85 Millionen Dollar kassiert haben.