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Podcast "heute wichtig": Werbeverbot für Abtreibungen - Weg mit §219a!

Im Podcast "heute wichtig"

Weg mit §219a!

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Im Podcast "heute wichtig": Weg mit dem Werbeverbot für Abtreibungen

Es ist das erste Gesetz, das der neue Justizminister Marco Buschmann (FDP) angehen will – er hat es sogar schon in Auftrag gegeben: Die Streichung von §219a. Aber was bringt uns diese Abschaffung eigentlich genau – und was nicht? Das erklärt stern-Reporterin Andrea Ritter, die sich seit langem mit dem Thema beschäftigt.

Bis heute werden regelmäßig Ärzte verklagt, die auf ihren Webseiten über Schwangerschaftsabbrüche informieren. Denn allein die Information wird Ihnen vor Gericht oft als Werbung ausgelegt. Und Werbung für Abtreibungen sind in Deutschland illegal – laut §219a Strafgesetzbuch. Die Ampel-Koalition will genau diesen Paragraphen jetzt abschaffen und hat das Vorhaben auch im Koalitionsvertrag festgehalten. Bei vielen Frauen und gebärfähigen Menschen ist die Freude darüber groß - denn richtige, sachliche Informationen über Schwangerschaftsabbrüche im Netz zu finden, ist extrem schwierig. Trotzdem sorgt die Abschaffung auch für weitere Diskussionen, denn §218 dagegen soll bleiben. Damit befinden sich Schwangerschaftsabbrüche weiterhin in einer komplizierten Grauzone aus illegal und straffrei.

Aktuelle Rechtslage bringt Frauen und Ärzte in schwierige Situation

Die aktuelle rechtliche Lage stellt Frauen immer wieder vor große Herausforderungen, so stern-Reporterin Andrea Ritter im Podcast "heute wichtig". "Das Problem ist, dass immer so getan wird, als hätte §218 im Alltag keine Konsequenzen mehr. Aber Frauen müssen eine Vielzahl an bürokratischen Hürden überwinden in einer Situation, in der sie sehr angreifbar und verletzbar sind." Statt Schwangerschaftsabbrüche zu kriminalisieren, solle man sich lieber an Ländern wie den Niederlanden orientieren. "Wenn ein Staat möchte, dass Kinder geboren werden, dann muss er vernünftige Familien, Frauen und Sozialpolitik etablieren und nicht irgendwas verbieten."

Boris Johnson kurz vor Rücktritt?

Im Großbritannien spitzt sich nicht nur die Coronapandemie zu, auch eine Regierungskrise ist in vollem Gang. So tauchen immer mehr Fotos auf, die zeigen, dass auch Premierminister Boris Johnson im Jahr 2020 Partys in der Downing Street feierte, während die Bürger:innen im Lockdown auf soziale Kontakte verzichten mussten.

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