Plexiglas oder Stühlerücken soll Abgeordnete schützen

Mit Sichereitsabstand sitzen die Abgeordneten im Plenarsaal im Landtag. Foto: Peter Steffen/dpa/Archivbild
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07. Mai 2020 - 13:30 Uhr

Der niedersächsische Landtag will im Plenarsaal mit Plexiglasscheiben oder einem Umbau der Sitzreihen dafür sorgen, dass die Infektionsgefahr durch das Coronavirus reduziert wird. Gleichzeitig sollen für Abgeordnete und Regierung akzeptable Arbeitsbedingungen für die Dauer der Corona-Epidemie geschaffen werden, wie ein Landtagssprecher am Donnerstag sagte.

Bei den vergangenen beiden Sitzungen waren Plätze freigehalten worden und ein Teil der Abgeordneten war auf Zuschauertribünen ausgewichen. Dort aber gibt es keine Tische und die Abgeordneten können sich nicht spontan in die Debatte einbringen, so dass dies aus Sicht des Landtags keine langfristige Lösung sein kann. Zumindest bei der Landtagssitzung am Dienstag und Mittwoch kommender Woche wird aber noch einmal so verfahren.

Um danach für Abhilfe zu sorgen, wird unter anderem auch über einen Umbau des erst vor zweieinhalb Jahren neu gestalteten Plenarsaals nachgedacht, wie der "Weser-Kurier" berichtete. Die Abgeordnetenbänke würden dabei mit größeren Abständen nach hinten verlegt, was technisch aufwendig ist. Über so eine Lösung könnte der Ältestenrat im Juni entscheiden, sagte der Landtagssprecher. Eine schnellere und einfachere Lösung ist das Montieren von Plexiglasscheiben seitlich neben jedem Abgeordneten. Die Fraktionen beraten gerade über die Thematik. Falls sie die Scheibenvariante bevorzugen, ist eine Entscheidung schon in zwei Wochen möglich.

Quelle: DPA