1. Juli 2016 - 8:36 Uhr

Plastiktüten in der Obst- und Gemüseabteilung bleiben

An der Kasse noch schnell zur Plastiktüte greifen, um die Einkäufe besser transportieren zu können? Beim zweitgrößten Lebensmittelhändler Deutschlands ist damit jetzt Schluss. REWE hat nämlich entschieden, ab Juli auf Plastiktüten zu verzichten. Der Grund für den Verkaufsstopp: Durch die neue Regelung sollen jährlich ganze 140 Millionen Plastiktüten weniger im Müll landen. Doch wie sehen die Alternativen zu den Plastik-Tragehilfen aus?

Laut dem REWE-Vorstand werden die Märkte statt der umweltschädlichen Tüten aus Polyethylen bald Taschen aus Baumwolle und Jute, Permanent-Tragetaschen aus Recyclingmaterial, Kartons und Papiertüten anbieten. Doch eine Ausnahme bleibt: In der Obst- und Gemüseabteilung. Dort wird es weiterhin kostenlose Plastiktüten geben, bis eine Alternative gefunden wird.

Über die freiwillige Selbstverpflichtung hinaus

Mit dem Verkaufsstopp der Plastiktüten geht REWE über die freiwillige Selbstverpflichtung von Handel und Umweltministerium hinaus. Diese besagt: Ab dem 1. Juni dürfen keine Plastiktüten mehr kostenlos angeboten werden. 240 Unternehmen haben sich bislang verpflichtet, künftig Geld für die Tüten zu verlangen. Sie ganz abzuschaffen - so wie REWE- steht für die meisten Unternehmen aber gar nicht erst zur Debatte.