25. Oktober 2018 - 15:37 Uhr

Jede Menge Plastikmüll nach jedem Einkauf

Pflaumen und Weintrauben in Plastikboxen, Saft und Milch in Plastikflaschen und sogar Salatgurken, die in Plastikhüllen eingeschweißt sind: Wohin man im Supermarkt auch schaut – überall sieht man Plastik. Wer in den Supermarkt geht, nimmt zwangsläufig eine ganze Menge Kunststoffverpackung mit nach Hause. Muss das wirklich sein? Unsere Reporter haben getestet, ob sich der Plastikmüll beim Einkaufen vermeiden lässt und das am Ende teurer ist. Das Ergebnis sehen Sie im Video!

EU-Beschluss für Plastikverbot

Das Europäische Parlament hat ein Verbot von Strohhalmen, Wattestäbchen, Einweggeschirr und anderen Wegwerfprodukten aus Plastik beschlossen. Ab 2021 soll es dann solche Einwegprodukte, für die es nachhaltigere Alternativen gibt, in der EU nicht mehr geben.

Für entsprechende Verhandlungen mit den EU-Mitgliedsstaaten soll diese Entscheidung nun die Grundlage bilden. Etwa 26 Millionen Tonnen Kunststoffabfall entstehen in Europa jedes Jahr. Durch die Reduzierung von Plastikmüll soll insbesondere die fortschreitende Verschmutzung der Ozeane eingedämmt werden.

Wie kann man Plastikmüll im Supermarkt vermeiden?

ARCHIV - Ein Einkaufswagen mit Lebensmitteln wird am 30.11.2017 in Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern) durch die Regalreihen in einem Supermarkt geschoben. (Zu dpa "Schlecht fürs Portemonnaie: Inflation zieht wieder an" vom 16.01.2018) Foto: Jens Büttn
Beim Einkaufen im Supermarkt bekommt man einen Haufen Plastikverpackung gleich mit dazu. Oder geht das auch anders?
© dpa, Jens Büttner, jbu;cse wok wst

Wie gut das Vermeiden von Plastikmüll beim Einkauf im Supermarkt klappt, haben zwei RTL-Reporter in einem Experiment getestet. Sie haben getrennt voneinander in einem Supermarkt eingekauft; Kyrill Ring hat dabei nicht darauf geachtet, wie viel Plastik im Einkaufswagen landet.

Julia von Duisburg hat versucht, beim Einkauf ganz auf Plastik zu verzichten. Und dabei schnell festgestellt: Der völlige Verzicht auf Plastik ist im Supermarkt leider noch unmöglich. Dennoch ist die Menge an Plastikmüll, die sich mit bewussterem Kaufverhalten schon bei einem Einkauf sparen lässt, am Ende enorm – auch wenn man dafür am Ende ein paar Euro mehr zahlt. Das ganze Experiment sehen Sie im Video.