Plage in Teheran: Riesengroß und schwer – Scharfschützen jagen Riesenratten

10. Februar 2018 - 12:04 Uhr

Blaumann anstelle stattlicher Uniform

Scharfschützen laufen Tag und Nacht in Teheran Patrouille. Es sind jedoch nicht die revolutionären Garden und auch ihre Uniform hat überhaupt nichts Militärisches. Sie tragen Blaumann, dazu passende Kappen und Mundschutz. Ihre Aufgabe: Schutz der Teheraner Bevölkerung vor Ratten.

Plage dauert schon Jahre an

Seit Jahren wird Teheran von den Nagern geplagt. Alle bislang ergriffenen Maßnahmen haben nichts gebracht. Im Gegenteil: Die Population steigt, weil immer mehr Abfall auf den Straßen landet. Darüber hinaus haben die Ratten keine natürlichen Feinde in den städtischen Gebieten.

Offizielle Stellen gehen von über zwei Millionen Ratten aus, die Teherans Straßen heimsuchen, doch gehen die Bewohner von einer vielfach höheren Anzahl aus. Die Schätzungen liegen zwischen 20 und 70 Millionen Ratten. Manche sollen bis zu fünf Kilo schwer und so groß wie Katzen sein.

Deswegen greift die Stadt nun zum äußersten Mittel: dem Kampf Mann gegen Ratte. Tag und Nacht sind kleine Gruppen blau gekleideter Rattenjäger in den Straßen der Iranischen Hauptstadt unterwegs, doch ihr Kampf ist beinahe aussichtslos.