Piwarz begrüßt Beschluss der KMK: An Abi-Terminen festhalten

Christian Piwarz (CDU), Kultusminister von Sachsen. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
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25. März 2020 - 18:30 Uhr

Schulabschlussprüfungen sollen trotz Corona-Krise stattfinden. Diese Entscheidung der Kultusministerkonferenz (KMK) hat Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) begrüßt. "Wir wollen kein Notabitur", teilte er am Mittwoch mit. Der Beschluss der KMK zeige, dass Bildungsföderalismus funktioniert, so Piwarz.

"Derzeit gehen wir von einem geplanten Verlauf der Prüfungstermine aus", teilte er mit. Damit würden die Abiturprüfungen in Sachsen am 22. April beginnen. Sollte sich an den Terminen etwas ändern, würden Sachsens Schüler rechtzeitig informiert. Ihnen sollten keine Nachteile entstehen: "Schulabschlüsse sind ein Leben lang vorzuweisen. Niemand soll darum fürchten, den Schulabschluss später nicht anerkannt zu bekommen - sei es von künftigen Arbeitgebern oder den Universitäten", so der Kultusminister.

Andreas Giersch, Sprecher der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Sachsen, zeigte sich zurückhaltender: Er hoffe, dass der Fokus auf Bildungsgerechtigkeit gelegt werde, sagte er der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Es müsse sichergestellt werden, dass alle Schüler dieselben Voraussetzungen für die Prüfungen hätten. Das sei derzeit nicht gegeben: Einige Schüler hätten zu Hause etwa besseres Internet oder eine Umgebung, die "lernfördernder" sei als in anderen Familien, so Giersch. "Es muss alles mit Augenmaß betrachtet werden", forderte er.

Die KMK hatte zuvor ihren Beschluss vom 12. März bekräftigt, wonach die Länder die erreichten Abschlüsse dieses Schuljahres auf der Basis gemeinsamer Regelungen gegenseitig anerkennen werden. Den Schülern sollen keinerlei Nachteile aus der jetzigen Ausnahmesituation entstehen, hieß es.

Quelle: DPA