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Pinsel und Lupenbrille: Restauratoren öffnen Werkstätten

Restaurierungswerkstatt der Gemäldegalerie
Restauratorin Elisabeth Schlesinger arbeitet in der Restaurierungswerkstatt an der Restaurierung eines Bilderrahmens. Foto: Monika Skolimowska/Archiv © deutsche presse agentur

Restauratoren arbeiten normalerweise nicht unter den Augen der Öffentlichkeit - anders an diesem Sonntag (14.10.): Dann stellen die Fachleute ihre Arbeit für den Erhalt von Kunstwerken vor. Am "Europäischen Tag der Restaurierung" öffnen in vielen Städten die Werkstätten. Der Verband der Restauratoren erklärte in Bonn, NRW-weit beteiligt seien Fachleute in Düsseldorf, Eschweiler, Essen, Jülich, Köln, Mönchengladbach, Havixbeck bei Münster, Neuss, Solingen und Detmold. Bundesweit machen rund 300 Werkstätten mit, mehrere tausend Besucher werden erwartet.

Bei Führungen durch Ateliers wollen die Fachleute ihren Beruf erläutern und vorführen. Die Spannbreite der bearbeiteten Objekte ist riesig: Sie reicht von Holz, Designobjekten, Bilderrahmen, wertvollen Gemälden, Papier und Möbeln bis zu Skulpturen. Der Beruf vereint wissenschaftliches und handwerkliches Arbeiten.

In Düsseldorf etwa werden im Restaurierungszentrum der Stadt die Sanierungsarbeiten an zwei herrschaftlichen Gemälden des Hofmalers Johann Spilberg aus der Zeit um 1680 vorgestellt. Verfärbte, nachträgliche Korrekturen, Übermalungen oder vergilbte Schutzanstriche werden in Millimeterarbeit entfernt. Abläufe und Arbeitsmittel werden gezeigt. Pinsel, Laser, Mikroskop, Tageslichtleuchte und Lupenbrille gehören zum Handwerkszeug der Restauratoren.

In Neuss beteiligt sich das Stadtarchiv mit dem Thema "Restaurieren heißt nicht, wieder neu machen!". In Köln im Wallraf-Richartz-Museum steht das "Labor des Museums" im Mittelpunkt. Thema ist ein gefälschtes Bild des berühmten Malers Claude Monet: Das Gemälde war von den Kunsttechnologen des Museums als Fälschung überführt worden.


Quelle: DPA

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