Pinke "Mercedes-Kopie"

Renault legt gegen Racing Point offiziell Protest ein

F1 Grand Prix of Styria
© 2020 Pool, Bongarts, JB1

12. Juli 2020 - 20:43 Uhr

FIA muss nun entscheiden

Nach einem bockstarken Wochenende in Spielberg kommt der "pinke Mercedes" auf den Prüfstand: Die Boliden des Formel-1-Rennstalls Racing Point sind Gegenstand einer Untersuchung des Automobil-Weltverbandes FIA. Auslöser ist ein offizieller Protest des direkten Konkurrenten Renault – eingereicht nach dem Großen Preis der Steiermark. Dabei kamen die beiden pinken Boliden auf den Plätzen 6 und 7 ins Ziel – direkt vor Renault-Pilot Daniel Ricciardo. Da der RP20 im Dienste von Lance Stroll und Sergio Perez deutliche Ähnlichkeiten zum Weltmeister-Mercedes der vergangenen Saison hat, soll nun geprüft werden, ob hier gegen das Reglement verstoßen wurde.

Renault gibt Regel an, gegen die Racing Point verstoßen haben könnte

Renault beruft sich bei seiner Bitte um Prüfung der "Legalität" des pinken Autos auf Teile des Sportlichen Reglements, die Folgendes festlegen: Bestimmte Komponenten der Boliden ("listed parts") müssen vom jeweiligen Team selbst entworfen worden sein, auch die Weitergabe von Informationen über diese Bauteile ist nicht erlaubt.

Mit seinen Bedenken angesichts der Ähnlichkeit zwischen dem aktuellen RP20 mit dem Mercedes W10 von 2019 ist Renault nicht allein im Starterfeld – der Rennstall ist nun aber der erste, der einen offiziellen Schritt wagt. Racing Point gilt als Anwärter auf Rang vier der Konstrukteurs-WM, schwächelt Ferrari weiter deutlich, scheint sogar Rang drei hinter Mercedes und Red Bull möglich.

Als gewöhnliches Kundenteam beziehen die Engländer, die im kommenden Jahr als Aston Martin an den Start gehen werden, den Antrieb und das Getriebe von Mercedes.

RTL.de/SID