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Pickel ausdrücken: Wie geht’s richtig und was ist tabu?

Bild: Pickel ausdrücken - Wie geht’s richtig und was ist tabu?
Sollte man sich besser zurückhalten? © Getty Images, PeopleImages

Pickel ausdrücken ist für viele sooo verführerisch

Da will man sich gerade schick machen und dann das: ein dicker Pickel an der Schläfe. Und er ist auch noch weiß! Na toll, und jetzt? Den Pickel ausdrücken oder lieber überschminken und in Ruhe lassen? Wir verraten Ihnen, ob Sie überhaupt einen Pickel ausdrücken sollten und wenn ja, wie Sie dabei am besten vorgehen.

Unreinheiten und Pickel auszudrücken scheint für viele Menschen ein sehr befriedigendes Erlebnis zu sein. Anders lassen sich die unzähligen, gut geklickten YouTube-Videos nicht erklären, in denen User einfach nur Pickel ausdrücken. So kann beispielweise die US-amerikanische Dermatologin Dr. Sandra Lee Millionen von YouTube-Abonnenten mit ihren Pickelbehandlungs-Videos begeistern. Erklären kann sich die Ärztin das Phänomen selbst nicht ganz.

Aber sich in Eigenregie an den fiesen Unreinheiten zu schaffen zu machen, ist nicht immer sinnvoll und kann bei falschem Vorgehen mit einer fiesen Infektion enden.

Ist Pickel ausdrücken gefährlich?

Grundsätzlich raten Experten davon ab, Pickel auszudrücken, denn über die entstehende Wunde können auf der Haut sitzende Bakterien leicht eindringen und zu Entzündungen oder eitrigen Schwellungen führen. Zudem verbleibt in vielen Fällen ein Talgrest in dem geöffneten Pickel, sodass dieser nach kurzer Zeit zu neuer Blüte kommt. Auch können bei der Pickelbehandlung unschöne Narben entstehen – und ob die so viel ansehnlicher sind, als die Pickel selbst, sei dahingestellt.

Laut Dermatologen gibt es sogar einige Stellen im Gesicht, die äußerst gefährlich sein können, wenn man sich dort an einem Pickel zu schaffen macht. Beispielsweise an der Oberlippe, dem Nasenrücken oder zwischen den Augen. Hier verlaufen nämlich unter anderem Hirnnerven. Dringen an diesen Stellen Bakterien ein, gelangen sie unheimlich schnell in die Blutbahn und es kann im schlimmsten Fall zu einer Thrombose oder Hirnhautentzündung kommen.

Pickel ausdrücken: So geht’s richtig, wenn’s denn sein muss

Doch wenn das langersehnte Date ansteht und sich über Nacht ein blöder, eitriger Pickel am Kinn gebildet hat, will man mit diesem Ding ja auch nicht wirklich aus dem Haus, geschweige denn seinem Date gegenübersitzen. Sollten Sie also einmal selbst Hand anlegen und einen Pickel ausdrücken, dann achten Sie am besten auf folgende Dinge:

  • Ist der Pickel weiß, dann dürfen Sie ran. Liegt er noch tief unter der Haut, ist er noch nicht ‚reif‘ und man sollte die Finger davonlassen.
  • Bereiten Sie die Haut mit warmem Wasser vor, damit sich die Poren öffnen.
  • Nutzen Sie einen desinfizierten Komedonenquetscher – so gelangt kein Dreck unter Ihrem Nagel in die Wunde.
  • Haben Sie keinen Komedonenquetscher, wickeln Sie je ein Taschentuch um Ihre beiden Zeigefinger.
  • Setzen Sie die Finger nicht zu nah am Pickel an, um ihn nicht nur oberflächlich auszudrücken.
  • Üben Sie leicht Druck aus – ist der Pickel reif, ploppt er sofort auf.
  • Ändern Sie die Position Ihrer Zeigefinger leicht, damit Sie den Talgfollikel so gründlich wie möglich reinigen.
  • Geben Sie auf die Stelle nach dem Ausdrücken ein reinigendes und pflegendes Anti-Pickel-Produkt.

Wenn Sie auf diese Punkte achten, können Sie in Notsituationen auch einmal selbst Hand an Ihre Unreinheiten legen. In der Regel empfiehlt es sich aber, eine Kosmetikerin an seine Haut zu lassen, die eine professionelle Gesichtsreinigung vornimmt und gekonnt Mitesser entfernen und Pickel verschwinden lassen kann.

Video: Die 5 besten Tipps gegen Pickelmale

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