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Philologen fürchten erneute Abordnungswelle an Grundschulen

Der niedersächsische Philologenverband geht davon aus, dass es auch im kommenden Schuljahr eine große Zahl von Lehrerabordnungen an Grundschulen geben wird. "Uns wird aktuell aus den Schulen berichtet, dass sich die chaotischen Zustände des letzten Jahres wiederholen, wenn nicht gar deutlich ausweiten werden", sagte der Landesvorsitzende Horst Audritz am Mittwoch. In der vergangenen Woche hatte bereits die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) gewarnt, die Zahl der Abordnungen könne im neuen Schuljahr noch weiter zunehmen.

Zum Start des laufenden Schuljahrs hatte es massive Kritik von Eltern und Schulleiterverbänden an den Abordnungen gegeben, weil diese zum Teil chaotisch abgelaufen seien. Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hatte nach seinem Amtsantritt gesagt, er wolle die "Abordnungskarawanen" stoppen. Nach Informationen des Philologenverbandes soll es im kommenden Schuljahr allein in einer der vier Regionalabteilungen der Schulbehörde bis zu 3000 Stunden Abordnungen von den Gymnasien an andere Schulformen geben. Zu befürchten sei aufgrund der Erfahrungen vom Anfang des Schuljahres auch, dass erneut der Umfang der Abordnungen für einzelne Schulen ständig verändert werde - auch nach Unterrichtsbeginn.


Quelle: DPA

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