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Philippinen schicken 1.300 Tonnen Müll zurück nach Kanada

Seit 2013 lagern die Container auf dem Inselstaat

Philippinen schicken 1.300 Tonnen Müll zurück nach Kanada

HANDOUT - 30.05.2019, Philippinen, Subic: Dieses von Greenpeace zur Verfügung gestellte Bild zeigt ein Schiff mit Greenpeace-Aktivisten vor dem Frachtschiff «MV Bavaria» das in den philippinischen Hafen Subic Bay einläuft. Nach monatelangen diplomati
Philippinen schicken Müll nach Kanada zurück
BM afn fgj, dpa, -

Kanadier bekommen Plastikflaschen, Plastiktüten, Altpapier und gebrauchte Windeln zurück

Die Philippinen wollen nicht länger die Müllhalde der westlichen Welt sein und transportieren jetzt den Abfall dorthin, wo er verursacht wurde: Nach monatelangen diplomatischen Querelen schickt das Land mehr als 1.300 Tonnen Müll nach Kanada zurück.

„Dies ist ein Moment des Stolzes für alle Philippiner“

Der Frachter „MV Bavaria“ verließ mit 69 Containern voll Haushaltsmüll, darunter Plastikflaschen, Plastiktüten, Altpapier und gebrauchte Windeln, den philippinischen Hafen Subic Bay. Das Schiff soll Ende Juni in Vancouver an der kanadischen Westküste ankommen. Die Chefin der Hafenbehörde, Wilma Eisma, sagte bei der Abfahrt: „Dies ist ein Moment des Stolzes für alle Philippiner.“

Der Streit um den Müll beschäftigt beide Länder schon seit Monaten. Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hatte Kanada deshalb sogar mit „Krieg“ gedroht. Kanada hatte sich geweigert, den Müll zurückzunehmen.

Neben den Philippinen nehmen auch weitere Länder in Südostasien Müll aus Industrieländern auf. Inzwischen gibt es eine Bewegung, die verhindern will, dass die Region zur „Müllhalde der Welt“ wird. Erst vor wenigen Tagen kündigte Malaysia an, insgesamt 4.000 Tonnen Abfall in die Herkunftsländer zurückzuschicken. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace erklärte, die bekannt gewordenen Probleme seien „wahrscheinlich nur die Spitze eines Eisbergs“.