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Ausgangssperre missachtet

Corona-Regeln gebrochen: Mann muss zur Strafe 300 Kniebeugen machen und stirbt

Die Polizei hatte Darren Manaog Penaredondo gezwungen, 300 Kniebeugen als Strafe zu machen.
Die Polizei hatte Darren Manaog Penaredondo gezwungen, 300 Kniebeugen als Strafe zu machen.
© viralpress.com

10. April 2021 - 15:47 Uhr

Philippinen: Demütigende Strafe hatte tödliche Folgen

Es ist eine demütigende Strafe, die im 21. Jahrhundert nichts zu suchen hat – und für einen jungen Mann tödliche Folgen hatte: Weil er auf den Philippinen gegen die Corona-Ausgangssperre verstoßen hatte, zwang die Polizei Darren Manaog Penaredondo, 300 Kniebeugen zu machen. Zwei Tage später starb der 28-Jährige.

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28-Jähriger wollte Wasser nach 18 Uhr kaufen

Darren soll nach einer Strafe der Polizei gestorben sein.
Darren hatte offenbar die Ausgangssperre nicht beachtet und ging nach 18 Uhr noch Wasser kaufen.
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Wie das Portal "Rappler" berichtet, wollte Darren letzte Woche Donnerstag in der Stadt General Trias Wasser kaufen. Weil es bereits nach 18 Uhr war, hätte er sich laut aktuellen Corona-Regeln aber nicht auf der Straße aufhalten dürfen. Denn in der Provinz Cavite gilt eine nächtliche Ausgangssperre. Darren wurde von lokalen Wachposten erwischt und zur Polizei gebracht.

Aus zunächst 100 wurden 300 Kniebeugen

Darrens Freundin erzählte dem Portal "Rappler", wie es zu seinem Tod gekommen sein soll.
Darrens Freundin erzählte dem Portal "Rappler", wie es zu seinem Tod gekommen sein soll.
© viralpress.com

Seine Freundin erzählte dem Portal, was dann geschah: Der 28-Jährige musste zur Strafe 100 Kniebeugen machen. Doch dabei blieb es nicht, denn er war dabei nicht synchron mit anderen Regelbrechern, die auf die gleiche Weise bestraft wurden. Deshalb wurden aus den 100 am Ende sogar 300 Kniebeugen.

Als er am nächsten Morgen nach Hause kam, hatte Darren nach Angaben seiner Freundin offensichtlich Schmerzen. Während des gesamten Tages hatte er Mühe, aufzustehen und zu gehen. Dann bekam der 28-Jährige Anfälle und verlor das Bewusstsein. Er konnte zunächst wiederbelebt werden, starb aber später.

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Polizei bestreitet den Vorwurf

Die Polizei bestreitet die schweren Vorwürfe.
Die Polizei bestreitet den Vorwurf, Darren mit Kniebeugen gequält zu haben.
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Die Polizei bestritt gegenüber "Rappler" den Vorwurf, Darren Manaog Penaredondo sei mit Kniebeugen gequält worden. Eine solche Strafe würde überhaupt nicht verhängt.

Der Bürgermeister von General Trias erklärte auf Facebook, er habe beim Polizeichef eine Untersuchung des Vorfalls angeordnet. Darrens Familie sicherte er zu, Darrens Tod aufzuklären.

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