Für den guten Zweck

Darts-Legenden duellieren sich aus der Distanz

Raymond van Barneveld und Phil Taylor
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08. April 2020 - 12:43 Uhr

Phil Taylor und Raymond van Barneveld treffen sich online

Corona-Zeiten sind besondere Zeiten: Die Darts-Legenden Phil Taylor (59) und Raymond van Barneveld (52) haben sich zum kuriosen Darts-Duell verabredet. Dabei werden sie hunderte Kilometer auseinander sein.

"Jeder sehnt sich nach Live-Sport"

Den Rekordweltmeister aus England und den Niederländer trennen zwar rund 450 km, doch für den guten Zweck liefern sich die langjährigen Rivalen am Donnerstagabend ein Online-Duell. Möglich machen das zwei elektronische Dartscheiben, die per Internet miteinander verbunden sind. Eingebaute Kameras und Mikrofone erlauben Taylor in Stoke-on-Trent und van Barneveld im heimischen Den Haag Kontakt.

Mit dem ungewöhnlichen Match wollen die beiden bereits vom Profisport zurückgetretenen Ikonen Geld für Wohltätigkeitsorganisationen sammeln. Bei jeder geworfenen Maximalpunktzahl von 180 steuert ein britischer Wettanbieter 1.000 Pfund (rund 1.100 Euro) bei. Auch die Fans, die das Duell in den Sozialen Netzwerken verfolgen können, sollen zum Spenden animiert werden.

"Jeder sehnt sich in diesen schwierigen Zeiten nach Live-Sport", sagte der 16-malige Weltmeister Taylor "The Sun": "Und vielleicht können wir die Stimmung in der britischen Öffentlichkeit aufhellen und auch Geld für Wohltätigkeitsorganisationen verdienen." Der fünfmalige Champion van Barneveld twitterte: "Wir lieben es, dieses Match für alle Dartsfans auf der ganzen Welt zu spielen. Und für die Menschen, die ununterbrochen arbeiten, um allen zu helfen, die sich von der schrecklichen Krankheit erholen."

Duell der alten Rivalen

Die Rivalität zwischen Taylor und van Barneveld ist legendär. 83-mal standen sich "The Power" und "Barney" auf der Profitour gegenüber, Taylor ging bei 61 Spielen als Sieger von der Bühne. Das wichtigste Match ging jedoch an den Niederländer, als er im WM-Finale 2007 Dominator Taylor vom Thron stürzte.

Für den guten Zweck lassen sie die alte Rivalität gerne nochmals aufleben, der Ehrgeiz steht für Taylor aber hintenan: "Es ist mir egal, ob ich gewinne, verliere oder unentschieden spiele. Es geht nur darum, Geld zu sammeln."