Konzept zur Bündelung der Leistungen

Pflegebedürftige sollen leichter Geld aus der Pflegeversicherung bekommen

Pflegebevollmächtigte Andreas Westerfellhaus stellt  in einem Konzept vor, dass die teils unübersichtlichen Leistungen für Pflegebedürftige gebündelt werden.
© dpa, Patrick Seeger

15. Februar 2020 - 12:34 Uhr

Das Ziel: Neues Pflege-Budget ohne Antragswust

Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sollen nach einem neuen Vorschlag aus der Bundesregierung leichter Geld aus der Pflegeversicherung erhalten. Dazu schlug der Pflegebevollmächtigte Andreas Westerfellhaus in einem Konzept vor, dass die teils unübersichtlichen Leistungen gebündelt werden.

Das Konzept:

  • Das Geld für die Pflege- und Betreuungsleistungen soll in ein neues Pflegebudget fließen. Daraus sollen sich die Betroffenen leichter und ohne Antragswust bedienen können.
  • Helfen sollen Berater, sogenannte Ko-Piloten, die regelmäßige Hausbesuche machen.
  • Wer die Leistungen nicht ausschöpft, soll automatisch die Hälfte des nicht gebrauchten Gelds ausbezahlt bekommen.
  • Ein zweiter Geldtopf soll vor allem den Angehörigen nutzen: das Entlastungsbudget. Das Geld soll eingesetzt werden, wenn pflegende Angehörige etwa durch einen vorübergehenden Aufenthalt in einem Heim entlastet werden sollen.

Dschungel an Leistungen - viele Betroffene überfordert

Heute würden viele Betroffene durch einen Dschungel an Leistungen und Antragspflichten überfordert, so Westerfellhaus in seinem Papier. Viele machten ihre Ansprüche nicht voll geltend.

Was Angehörige beachten müssen, wenn sie ihre Verwandten zu Hause pflegen wollen, und wo sie Hilfe bekommen, haben wir hier für Sie zusammengefasst.