"Zu viel Wasser mag er nicht"

Pflege-Tipps für Weihnachtssterne: So halten die Pflanzen besonders lange

© dpa, Angelika Warmuth, awa kde kde

3. Dezember 2019 - 11:18 Uhr

Keine Adventszeit ohne Weihnachtssterne!

Es gibt sie längst nicht nur in der typisch grün-roten Kombination, die bunten Hochblätter der auch Christstern oder Poinsettie genannten Weihnachtspflanzen werden in Rosa, Pink, Gelb, Weiß, uni oder zweifarbig gesprenkelt und natürlich in unterschiedlichen Rottönen gezüchtet. Rot ist nach Angaben der Landwirtschaftskammer mit einem Verkaufsanteil von gut 80 Prozent die mit Abstand beliebteste Farbe. Im Grunde ist die Pflanze unkompliziert und pflegeleicht, nur ein paar Fehler müssen bei der Pflege unbedingt vermieden werden.

Pflegetipps für Weihnachtsstern, Christstern und Poinsettie

Damit Sie lange Freude an den Weihnachts- oder Christsternen oder Poinsettien haben, sollten Sie schon beim Kauf auf ein paar Dinge achten: Die kälteempfindlichen Pflanzen sollten nicht im zugigen Eingangsbereich des Ladens oder gar draußen stehen. Auf dem Weg nach Hause empfiehlt sich deswegen auch, die Pflanze mit Papier gut einzupacken. Gärntermeisterin Gesa Haberlah weiß: "Grundsätzlich ist es eine relativ genügsame Pflanze. Sie ist manchmal ein bisschen empfindlich: Kalte Zugluft mag der Weihnachtsstern zum Beispiel nicht. Er kommt aus dem Süden und mag diese kalte Zugluft nicht - dann bekommt er gelbe Blätter und das Laub fällt. Grundsätzlich kann er weit bis ins Frühjahr hinein noch stehen." Wichtig ist zudem, dass die Pflanze nicht zu nass wird: "Zu viel Wasser mag er nicht so gerne: Also Wasser im Topf immer gleich abgießen."

Weihnachtsstern: Giftig oder nicht?

Der Weihnachtsstern verträgt Wasser am besten, wenn er es durch den Untersetzer aufsaugen kann.
Die Erde des Christsterns darf weder austrocknen noch zu nass werden.
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Zuhause sollten die Pflanzen einen warmen, hellen, aber nicht sonnigen Platz bekommen. Warm heißt in dem Fall einfach normale Zimmertemperatur zwischen 15 und 22 Grad. In direkter Nachbarschaft mit Obst und Gemüse sollen die Pflanzen rascher verwelken. Mäßig gießen! Alle zwei Tage nur wenig Wasser genügt. Austrocknen darf die Erde nicht! Sie können den Weihnachtsstern auch zweimal am Tag für höchstens 15 Minuten auf einen mit Wasser gefüllten Untersetzer stellen - dann saugt er das Wasser, das er braucht, selbst auf. Oder Sie tauchen den Wurzelballen einmal pro Woche komplett ins Wasser. Einmal im Monat kann dem Gießwasser auch handelsüblicher Flüssigdünger beigemischt werden.

Auch bei bester Pflege werden die bunten Blätter aber nach einiger Zeit weniger – und das ist völlig normal. Jetzt braucht der Christstern eine Ruhepause. Er kann an einen kühleren Platz umziehen und braucht noch weniger Wasser. Nach rund sechs Wochen kann er umgetopft werden.

Ist der Weihnachtsstern giftig? Bei der Antwort scheiden sich die Geister. Da er zur Familie der Wolfsmilchgewächse zählt, ist durchaus Vorsicht geboten. Allerdings sind die hochgezüchteten Nachfolger der Urpflanze aus Mexiko harmloser. Einige Analysen konnten keine toxischen Stoffe nachweisen. Dennoch hält sich die Meinung, dass gerade bei Kleinkindern der Milchsaft allergische Kontaktreaktionen hervorrufen oder bei Tieren zu Erbrechen, Zittern, Speicheln und Muskelkrämpfen führen kann. Natürlich ist es immer besser, bei nicht zum Verzehr geeigneten Zimmerpflanzen Besonnenheit an den Tag zu legen.

"Die Schönste" gibt es in 150 Sorten

Der Weihnachtsstern mit dem lateinischen Namen Euphorbia pulcherrima wurde vor rund 200 Jahren aus Mexiko eingeführt. Die Pflanze ist einem Holunderstrauch ähnlich. Sie wird 1,5 Meter hoch und hat bis zu 70 Blüten. In den 1950er Jahren gelang es deutschen Züchtern, Weihnachtssterne als Zimmerpflanze zu kultivieren. Nach Angaben der Vereinigung der Weihnachtsstern-Anbauer gibt es heute rund 150 verschiedene Sorten. Übrigens: Das Artepitheton pulcherrima leitet sich aus dem Lateinischen ab und bedeutet "die Schönste".

So, und jetzt viel Freude mit Ihrem Weihnachtsstern!