Pflege-Modell der Zukunft? Japan baut Roboter für die Altenpflege

10. März 2015 - 17:59 Uhr

Auch in Deutschland denkbar?

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) besuchte auf ihrer Japan-Reise unter anderem das Zukunftsmuseum 'Miraikan' in Tokio. Dort traf sie auf einen der menschenähnlichsten Roboter, der je gebaut wurde. Kaum ein anderes Land entwickelt mit solch einer Leidenschaft Roboter wie Japan. Dabei spielt eine besorgniserregende Altersstruktur eine tragende Rolle.

Japan-Reise von Kanzlerin Angela Merkel: Roboter für die Altenpflege.
Scheint sich mit der Zukunft anfreunden zu können: Bundeskanzlerin Angela Merkel trifft den Star unter den Robotern, 'Asimo'.
© dpa, Michael Kappeler

Denn die Roboter sollen in Zukunft vor allem in der Altenpflege zum Einsatz kommen. Keine andere Gesellschaft der Welt altert so schnell wie Japan. Bereits in 20 Jahren wird beinahe jeder dritte Japaner über 65 Jahre alt sein. Nach ausreichend Personal wird jedoch schon heute händeringend gesucht, um die Betreuung der älteren Generation sicherzustellen.

Deshalb fördert die japanische Regierung die Entwicklung von sozial-intelligenten Robotern mit massiven Finanzhilfen. Bis zum Jahr 2020 sollen rund eine Millionen Pflege-Roboter im Einsatz sein.

Die technisch versierte Angela Merkel zeigte sich bei ihrer Begegnung mit Roboter 'Asimo' sichtlich begeistert. In Anbetracht der ebenfalls nicht rosigen demografischen Entwicklung Deutschlands könnte sich das Modell der Pflege-Roboter auch hier durchsetzen und so den Lebensabend der Deutschen erleichtern.