Tipps vom Pflanzendoktor René Wadas

So werden Sie die lästigen Trauermücken los

28. Dezember 2021 - 11:33 Uhr

Lästig für den Menschen - eine Gefahr für die Pflanze!

Sie sind klein, schwarz und richtig lästig: Trauermücken. Auf den ersten Blick sehen sie aus wie Fruchtfliegen, allerdings halten sich die Trauermücken meist in der Nähe von Pflanzen auf. Denn sie nisten sich gerne in der Blumenerde von Zimmerpflanzen ein und legen dort ihre Eier. Bis zu 300 Stück - so breitet sich die Plage schnell nicht nur auf die betroffene Pflanze, sondern auch auf alle anderen aus. Und das mit Folgen: Denn die Larven ernähren sich gerne von den Wurzeln der Pflanze und machen sie so anfälliger für Krankheiten.

Unsere Tipps vom Experten

Zwei Trauermücken auf gelbem Hintergrund
Winzig klein und trotzdem richtig lästig: Die Trauermücke
© RTL

Wir haben den Pflanzendoktor René Wadas gefragt, was gegen die kleinen Plagegeister hilft.

  • Erste Maßnahme: Weniger gießen! Der Topf muss auch mal richtig durchtrocknen.
  • Je nach Topfgröße einfach zwei bis drei Streichhölzer mit dem Kopf voran in die Erde stecken. Der Schwefel soll die Trauermücken vertreiben. Aber Achtung, zu viel Schwefel ist auch nicht gut für die Pflanze.
  • Neemöl zum Gießwasser mischen. Es wirkt quasi wie eine Anti-Babypille für die Trauermücke.
  • Die gelben Klebefallen helfen, bereits ausgewachsene Schädlinge zu fangen.

Bei allen Mitteln gilt: Der Pflanze 2-3 Wochen Ruhe gönnen und sie von den anderen Zimmerpflanzen isolieren. Sonst muss das Ganze bei allen Pflanzen wiederholt werden. Sollte das alles nichts bringen, bleibt nur noch, die Pflanze aus der alten Erde rauszunehmen und sie umzutopfen. Wichtig dabei: Die Qualität der neuen Erde. Die muss luftig und locker sein, und darf keine unkompostierten Pflanzenreste enthalten.