Bremen sagt Mini-Steinwüsten den Kampf an

Pflanzen statt Steine: Erstes Bundesland will grüne Vorgärten per Gesetz

Bremen: Pflanzen ragen aus einem Vorgarten mit grauen und schwarzen Kieselsteinen.
Bremen sagt solchen Schottergärten den Kampf an.
crj jol, dpa, Carmen Jaspersen

Pflegeleicht statt umweltfreundlich

Stein- und Schottergärten erfreuen sich größter Beliebtheit. Keine Zeit für Arbeit im Vorgarten oder keine Lust auf Unkraut jäten? Die Gründe sind verschieden, doch Naturschützer und Städteplaner sind sich einig: Graue Betonwüsten als Vorgärten sind ein Graus. Insekten und Vögel finden hier kaum Nahrung und die Kieselbeete bieten wenig Abwechslung fürs Auge. im Video erfahren Sie, wie Bremen jetzt als erstes Bundesland mit einem Gesetz gegen pflanzenfreie Vorgärten vorgehen will.

Naturschützer fordern Kommunen zum Handeln auf

Der Naturschutzbund Nabu fordert bereits länger größere Anstrengungen von Städten und Gemeinden im Kampf gegen Schotter- und Steingärten. „Einige Kommunen sind schon sehr aktiv, es müssten natürlich noch mehr werden“, sagte Nabu-Gartenexpertin Marja Rottleb. Das Problem sei, dass Schottergärten nur wenige oder gar keine Pflanzen enthalten.

Zudem würden häufig in Deutschland nicht heimische Pflanzen in die Steinbeete gesetzt, welche den hiesigen Tieren kaum oder gar keine Nahrung böten. Vielerorts wird derzeit in kommunalen Parlamenten über ein Verbot von Schotter- und Steinflächen auf Privat-Grundstücken diskutiert. Bremen geht voran.