Pferdefleisch in 'Köttbullar': 15 Länder stoppen Verkauf, Deutschland nicht

Fleischbällchen wurden in Schweden hergestellt

In 15 europäischen Ländern wird nach dem Verdacht von Pferdefleisch in den Hackbällchen der Möbelhaus-Kette Ikea der Verkauf gestoppt. Nur in deutschen Ikea-Märkten wird 'Köttbullar' weiter angeboten. Der Grund: In einer Probe aus der vergangenen Woche wurde kein Pferdefleisch nachgewiesen.

Pferdefleisch in 'Köttbullar' gefunden
Auch in Gerichten von Ikea wurde Pferdefleisch gefunden. Der Möbelriese bietet 'Köttbullar' auch tiefgefroren an.
dpa, Stephanie Pilick

Die Ikea-Häuser in den vom Verkaufsstopp betroffenen Ländern haben ihre 'Köttbullar', die typisch schwedischen Hackfleischbällchen, von einem Lieferanten im schwedischen Lidköping erhalten. Betroffen sind neben Schweden auch Großbritannien, die Slowakei, Tschechien, Ungarn, Frankreich, Portugal, Italien, die Niederlande, Belgien, Zypern, Spanien, Griechenland und Irland. Als 15. Land stoppte Österreich den Verkauf seiner Klopse wegen des Verdachts auf Pferdefleisch.

Nur in Deutschland wird die Notwendigkeit eines Verkaufsstopps offenbar nicht so hoch eingeschätzt. "Wir haben eine DNA-Probe vom vergangenen Freitag, die besagt, dass in deutschen Köttbullar kein Pferdefleisch enthalten ist", sagte die Sprecherin von Ikea Deutschland, Sabine Nold.

Speziallabor untersucht neue Proben

Tschechische Lebensmittelinspektoren hatten in den Hackfleischbällchen für Ikea Pferdefleisch entdeckt. Die Bällchen seien in Schweden bei der Firma Familjen Dafgard für die weltgrößte Möbelhauskette hergestellt worden, teilte die tschechische Lebensmittel-Aufsicht mit. Alle Erkenntnisse seien auch an das Lebensmittel-Schnellwarnsystem der EU weitergeleitet worden.

In einem Speziallabor in Deutschland sollen nun neue Proben genommen werden, um den genauen Anteil von Pferdefleisch zu ermitteln. Die Hauptzutat der Fleischbällchen, die Ikea sowohl in seinen Restaurants wie auch zum Mitnehmen anbietet, soll Schweine- und Rindfleisch sein.