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Pfand auf Kaffeebecher: Löst 'reCup' unser Coffee-to-go-Müllproblem?

Pfand auf Kaffeebecher: Löst 'reCup' unser Coffee-to-go-Müllproblem?

Pfand auf Kaffeebecher - eine gute Idee? Startup 'ReCup' will das Müllproblem lösen
02:05 min
Startup 'ReCup' will das Müllproblem lösen
Pfand auf Kaffeebecher - eine gute Idee?

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Schluss mit Pappbechern-Müllbergen!

Er gehört morgens zu einem guten Start in den Tag einfach dazu: der Kaffee. Früher war Kaffee zum gemütlichen Verweilen da, heute gibt es den Wachmacher in unzähligen Sorten und Varianten und überall für unterwegs - für die hektische Arbeitsbevölkerung, die ständig auf dem Sprung ist. Da holt man sich mal schnell einen Kaffee zum Mitnehmen. Ist der Pappbecher leer, wird er wieder weggeschmissen. Allein in Deutschland werden 320.000 Pappbecher weggeworfen - pro Stunde! Zwei Jungunternehmer aus Deutschland hatten jetzt eine Idee, mit der sich das Müllproblem eventuell lösen lässt: den Pfandbecher 'reCup'.

Mehrweg statt Einweg

Schuld an den vielen Tonnen Becher-Abfall sind - neben den großen Kaffee-Ketten - auch wir Kunden. In vielen Lokalen wird trotz angebotenen Porzellantassen lieber aus Pappbechern getrunken. Dabei könnte man gerade hier ganz einfach Müll vermeiden.

Jetzt gibt es das schwarze Gold in schicken Mehrweg-Bechern

Gegen unsere Wegwerf-Gesellschaft haben sich die beiden Jungunternehmer Fabian Eckert und Florian Pachaly etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Ein Mehrweg-Pfandsystem für Kaffeebecher. Und so funktioniert es: Wie gewohnt holt man sich seinen Coffee-to-go, bekommt dann allerdings gegen 1 Euro Pfand einen 'reCup'-Mehrwegbecher anstatt eines Wegwerfbechers. Außerdem gibt's auch noch einen Rabatt auf den Kaffee. Ist der dann unterwegs leer, kann man ihn wieder abgeben und bekommt den Pfand zurück - allerdings bisher nur in Partnerlokalen. Mit der 'ReCup-App' können User mit Hilfe einer Standortsuche sofort den nächsten Anbieter anzeigen lassen.

In Rosenheim haben die beiden Münchner Gründer bewiesen, dass ihr System funktioniert. Derzeit sind die beiden viel unterwegs, um größere Städte als Partner zu finden und Investoren von ihrem Konzept zu überzeugen.

Ob es den Mehrweg-Kaffeebecher wohl bald in ganz Deutschland geben wird? Eine umweltfreundlichere Alternative ist es allemal.