Pfadfindertage in Hessen

"Pfadis" schlagen am Wochenende ihre Zelte auf

Symbolbild:  Pfadfinder Christ Koenig 
Pfadfinder am Lagerfeuer
Symbolbild: Pfadfinder Christ Koenig Pfadfinder am Lagerfeuer
© imago/biky, imago stock&people

10. September 2021 - 15:06 Uhr

Gemeinschaftsgefühl und Natur erleben

Draußen sein, gemeinsam kochen, am Feuer sitzen, unter Sternen einschlafen – das ist Pfadfinden. Abenteuer, Leben in der Natur und das Erleben einer Gemeinschaft faszinieren Jugendliche auf der ganzen Welt. In vielen Orten in Hessen wird dies vom 10. -12. September gelebt. Es ist nämlich großes Pfadfinder-Wochenende. Unter dem Motto "Wir müssen draußen bleiben" schlagen die "Pfadis" ihre XL-Zelte auf.

Warum ist die Jugendbewegung so beliebt?

Die Pfadfinder sind die größte Jugendbewegung der Welt. In Deutschland machen mehr als 180.000 Jungen und Mädchen mit. Gegründet hat die Pfadfinder der britische Offizier Robert Baden-Powell im Jahr 1907. Seine Idee: Kinder sollen lernen, Verantwortung zu übernehmen – im Einklang mit Menschen und Natur.

Auch Kilian Frank, ehrenamtlicher Projektleiter Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP), bestätigt uns im RTL-Interview: "Die Kinder lernen relativ schnell Eigenverantwortung zu übernehmen und erfreuen sich an der Natur, wo sie komplett dem Alltag entfliehen können und interagieren."

Was genau macht Pfadfinder aus?

Ein junger Pfadfinder steht vor zwei Altpfadfindern
Die Uniform ist weltweit unterschiedlich, je nach Stamm. Im Bild: Ein junger Pfadfinder vom Pfadfinderstamm Nemeta Foto: Peter Kneffel/dpa/Archivbild
© deutsche presse agentur

Das Besondere ist, dass Kinder aus allen sozialen Schichten mitmachen dürfen. Religion, Hautfarbe und soziale Herkunft sind bei den Pfadfindern unwichtig. Deswegen tragen Pfadfinder eine Art Uniform – die sogenannte Pfadfinderkluft. Das bunte Halstuch zeigt an, zu welcher Ortsgruppe ein Pfadfinder gehört. Diese Gruppen nennt man auch "Stamm".

Pfadfinder haben einen eigenen Gruß: die mittleren drei Finger der rechten Hand werden dabei hochgestreckt. Die drei Finger stehen für die drei Punkte im Pfadfinderversprechen: Ein Pfadfinder ist treu, ehrlich und hilfsbereit. Das passt zum Motto "Jeden Tag eine gute Tat".

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Wochenend- Motto: "Wir müssen draußen bleiben!"

Mehr Eigenverantwortung und Selbstbewusstsein, ein friedliches Miteinander, der sorgsame Umgang mit der Natur sowie der Verzicht auf Smartphone, Laptop und Co. – das Konzept Pfadfinden kann eine unglaubliche Bereicherung für Kinder und Jugendliche sein. Mit den "PfadiTagen" will der Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) in Hessen nun mehr Aufmerksamkeit erreichen. Schon 2020 beteiligten sich fast alle der 30 hessischen Stämme (Ortsgruppen). Am Wochenende vom 10. bis 12. September 2021 geht es in die zweite Runde. Unter dem Motto "Wir müssen draußen bleiben" organisieren 24 Stämme individuelle Aktionen, von Geländespielen über Singerunden bis hin zum Ganztagesprogramm. (sel)