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Petition gegen WHO: Transsexuelle sind nicht krank

WHO Petition Transsexualität
Kim Schicklang von ATME e.V. ist das deutsche Gesicht der Petition gegen Diskriminierung Transsexueller.

"Ich bin nicht krank, ich bin großartig"

Psychisch krank, nur weil man im falschen Körper geboren wurde? So argumentiert zumindest die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und listet Transsexualität immer noch als psychische Krankheit und Identitätsstörung. Auf der ganzen Welt wollen Menschenrechtler und Prominente dagegen vorgehen. Sie haben eine Petition gegen die Diskriminierung Transsexueller gestartet.

Der Verein 'Aktion Transsexualität und Menschenrecht' (ATME) hat die Forderung auf change.org ins Deutsche übersetzt. "Ich bin nicht krank, ich bin großartig", schreibt die Autorin Kim Schicklang. Zusammen mit den Petitionen unter anderem aus Italien, Frankreich und Spanien sind bislang über 45.000 Unterschriften zusammengekommen. 4.600 werden noch benötigt, bis die Petition an die WHO übergeben werden soll.

Der Aktion zufolge haben bereits zahlreiche Länder die WHO aufgefordert, den Begriff Transsexualität von ihrer Liste zu streichen. Auch das Europäische Parlament hat im September 2011 eine Resolution gegen die Verurteilung Transsexueller als Kranke verabschiedet. "Genauso wie Homosexualität 1990 von dieser Liste gestrichen wurde, ist jetzt der Moment gekommen, transsexuelle Menschen nicht länger zu diskriminieren", begründet Schicklang die Petition.

Initiator der Kampagne ist die spanische Organisation FELGTB. Als prominente Unterstützerin konnte sie die spanische Politikerin und Schauspielerin Carla Antonelli gewinnen. In Kanada vertritt das bekannte Model Jenna Talackova die Petition und in Italien die Politikerin Vladimir Luxuria. Sie alle erklären in einem Video: "Ich bin nicht krank, ich fühle mich großartig!"

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