Was sagen Passanten zu der Aktion?

PETA grillt "Hund" in Fußgängerzone

13. Juni 2019 - 13:46 Uhr

In Jena: Hund brutzelt auf dem Grill

Das Fell abgezogen, nur der Kopf ist noch pelzig. Als der Hund auf dem Grill schmort, brutzelt sein rotes Fleisch. Eine grausame Szene, die sich tatsächlich in Jena abgespielt hat. Die Tierschutzorganisation PETA wollte mit der Aktion auf die Ungleichbehandlung von Haus- und Nutztieren aufmerksam machen. Wie Passanten darauf reagieren, zeigen wir im Video.

Hund war nur eine Attrappe

"Die Trennung zwischen Haus- und Nutztieren wurde willkürlich festgelegt", bemängelt Lisa Kainz, Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie im Interview mit RTL.de. "Dabei haben alle Tiere die gleichen Emotionen: Sie empfinden Leid, Freude, Angst." Das habe man mit der Aktion ins Bewusstsein der Menschen rufen wollen. Mit einem Grill, Schürze und Fleischzange stellten sich PETA-Aktivisten auf den Holzmarkt in Jena und grillten einen vermeintlichen Hund.

Was auf den ersten Blick kaum jemand erkannt hat: Das Tier auf dem Grill war nur eine täuschend echte Attrappe. "Viele Leute gehen einfach vorbei, viele gucken aber auch und sind dann erleichtert, dass der Hund nur eine Puppe ist."

"Kein Tier gehört auf den Grill"

Kainz selbst hat Agrarwissenschaften studiert und kennt sich daher gut mit Nutztieren aus. "Wenn man einmal gesehen hat, dass Schweine und Rinder genauso unterschiedliche Charaktere haben wie Haustiere, dann fällt es schwerer, es auf den Grill zu schmeißen", so die PETA-Aktivistin. Es läge an der Kultur und Erziehung der Deutschen, dass man Hühner, Schweine und Rinder als essbar und Hunde und Katzen ausschließlich als Haustiere sehe. 

Mit Hilfe der Hunde-Grill-Aktion wolle man diese Ansicht ändern. Dahingehend, dass kein Lebewesen gegessen werden sollte. "Manche Leute haben die Aktion falsch verstanden und uns angefeindet", so Kainz. "Wir wollen ausdrücklich nicht, dass Hunde gegessen werden. Im Gegenteil: Kein Tier sollte auf dem Grill landen."