Peta-Aktivistin in Spanien: Pornostar springt in Stierkampfarena

Umfrage: 60 Prozent der Spanier sind gegen Stierkämpfe

Für Stierkämpfe ist sie normalerweise nicht bekannt: Amina Axelsson. Die schwedische Pornodarstellerin ist aber jetzt in eine Stierkampfarena gesprungen, um einem sterbenden Stier beizustehen.

Amina Axelsson ist Pornostar
Amina Axelsson setzt sich für die Abschaffung von Stierkämpfen ein.
aminaaxelsson

Immer wieder fordern Tierschützer, dass Stierkämpfe verboten werden. Doch in Spanien sind die Kämpfe weiter Attraktionen. In Malaga ist Amina Axelsson in die Stierkampfarena gesprungen, während dort ein Kampf stattfand. "Ich war nicht darauf vorbereitet, was ich dort sehen würde", sagte die 41-Jährige 'Mail Online'. "Ich war mit einem Freund da und wir fingen beide an zu zittern und zu weinen, so geschockt waren wir."

Als der zweite Stier hereingeführt wurde, fasste sie einen Entschluss: Ganz einfach kletterte sie über die leichten Absperrungen. "Ich sprang in die Arena, aber bis dahin war der Bulle wieder aufgestanden. Er wollte nicht sterben. Aber ich kam nicht zu ihm", so Axelsson.

Ihr Plan B war es, in der Arena ein Plakat ihjer Tierschutzorganisation 'Peta' zu enthüllen: "Nie mehr Stierkämpfe". Dem Stier kam sie dabei aber nicht allzu nahe, denn die Assistenten des Matadors drängten den Pornostar schnell aus der Arena.

"Ich habe versucht, den Leuten meine Nachricht zu vermitteln. Für mich war es ein symbolischer Akt, ich wollte darauf aufmerksam machen, was in Spanien vor sich geht."

Eine Umfrage im Jahr 2010 zeigte, dass 60 Prozent der Spanier den Stierkampf ablehnen. 2012 wurde Katalonien die zweite Region, nach den Kanaren, die Stierkämpfe komplett verbot.