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Peru: Stiefvater vergewaltigte Mädchen (9) immer wieder – jetzt muss sie auch noch sein Baby zur Welt bringen

Neunjährige aus Peru darf nicht abtreiben
Ein neunjähriges Mädchen aus Peru muss das Baby ihres Stiefvaters zur Welt bringen, weil die Schwangerschaft zu spät entdeckt wurde. (Foto: Motivbild) © picture alliance / dpa, Nicolas Armer

Schwangerschaft erst im fünften Monat entdeckt

Lina Violeta Julca Rios merkte erst, dass etwas mit ihrer Tochter nicht stimmte, als der Bauch der Neunjährigen immer dicker wurde. Die Peruanerin brachte das Mädchen in ein Krankenhaus, wo sich ihre schlimmsten Befürchtungen bestätigten. Das Kind war im fünften Monat schwanger, berichten peruanische Medien. Als sie dann noch hören musste, wer ihrer Tochter das angetan hatte, brach für die Frau aus Ventanilla nahe der peruanischen Hauptstadt Lima eine Welt zusammen.

Wenn niemand sonst zuhause war, vergriff sich der Stiefvater aus Ventanilla (Peru) an dem Kind

Zusammen mit der älteren Schwester des Mädchens entlockte sie der Neunjährigen die ganze schreckliche Geschichte. Der Stiefvater hatte das Kind immer und immer wieder vergewaltigt. Wenn niemand sonst zuhause war, verging sich der 30-Jährige an dem Mädchen – laut Medienberichten manchmal bis zu zehn Mal am Tag.

Die Mutter hätte niemals gedacht, dass ihr neuer Mann zu so etwas fähig wäre. Sobald die Geschichte aufgeflogen war, machte sich der mutmaßliche Kinderschänder aus dem Staub. Die Polizei sucht noch immer nach ihm. Die peruanische Frauenministerin Ana Maria Choquehuanca kündigte an, dass der Täter hart bestraft würde für das, was er dem Mädchen angetan hat.

Neunjährige muss das Baby zur Welt bringen, obwohl sie selbst noch ein Kind ist

Für Lina Violeta Julca Rios und ihre Tochter ist der Albtraum noch lange nicht vorbei. Das Mädchen muss das Baby zur Welt bringen. Denn für eine Abtreibung ist es nach peruanischem Gesetz viel zu spät. Auch für Vergewaltigungsopfer wird da keine Ausnahme gemacht, egal wie alt sie sind.

Was mit dem Säugling passieren soll, wenn er geboren wurde, ist auch noch unklar. Die Familie lebt in ärmlichen Verhältnissen und bat nun auch die Behörden um Unterstützung. Psychologische Hilfe für das traumatisierte Mädchen oder Rechtsbeistand, wenn es zum Prozess gegen den Stiefvater kommen sollte, kann sich die Mutter sonst nicht leisten.

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