Personalmangel bei der Polizei wird immer schlimmer: "Wir reduzieren uns auf das Verwalten von Straftaten"

13. Oktober 2017 - 22:45 Uhr

Mehr Polizei für mehr Sicherheit?

Im Wahlkampf haben es alle Parteien versprochen: Deutschland muss sicherer werden. Mehr Sicherheit kann es allerdings nur geben, wenn sich auch genügend Leute um Recht und Ordnung kümmern. Doch der Arbeitsalltag vieler Polizisten in Deutschland sieht ganz anders aus. Von der versprochenen besseren Ausstattung und den zusätzlichen Beamten ist noch nicht viel zu spüren.

Personalmangel bei der Polizei: Fast die Hälfte der Beamten fällt in den nächsten Jahren weg

Ganz im Gegenteil: Deutschland steuert auf ein riesiges Sicherheitsproblem zu. Im letzten Jahr fielen bei unseren Ordnungshütern rund 22 Millionen Überstunden an. Auch wenn bald 15.000 neue Polizeikräfte dazu kommen, wird sich das Problem nicht entschärfen. Die neuen Kollegen müssen erst drei Jahre lang ausgebildet werden. Fast die Hälfte aller Polizisten steht außerdem kurz vor der Rente. Es fallen also in den nächsten Jahren auch noch viele erfahrene Polizeikräfte weg.

Diejenigen, die uns bleiben, müssen sich also auf noch mehr Arbeit einstellen. Viel Zeit, um Verbrecher zu jagen bleibt da nicht. Mit welchen Problemen die Polizisten in ihrem Arbeitsalltag konfrontiert sind, und wozu das schlimmstenfalls führen kann, sehen Sie im Video.