Person in Schottland an Ebola erkrankt

In Schottland hat sich ein Ebola-Verdachtsfall bestätigt.
In Schottland hat sich ein Ebola-Verdachtsfall bestätigt.
© dpa, RKI

30. Dezember 2014 - 13:47 Uhr

Über 20.000 Ebola-Infizierte in Westafrika

In Schottland hat sich ein Ebola-Verdachtsfall bestätigt. Ein Angestellter oder eine Angestellte im Gesundheitswesen, der oder die am Vorabend aus Sierra Leone zurückgekehrt war, hat Ebola und wird in einem Krankenhaus in Glasgow behandelt, wie die schottische Regierung bekanntgab.

Die Person war über Casablanca und Europas größten Flughafen London Heathrow nach Großbritannien gereist. Am frühen Montagmorgen war er oder sie ins Krankenhaus eingewiesen worden.

Bislang hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund 20.081 Ebola-Infizierte registriert, wie die in Genf ansässige UN-Behörde mitteilte. Die Zahl der Toten in Westafrika ist auf 7.842 gestiegen. Die meisten Fälle wurden aus Sierra Leone gemeldet, gefolgt von Liberia und Guinea. Experten zweifeln die Zuverlässigkeit der Zahlen an und vermuten eine hohe Dunkelziffer.

In Westafrika wütet der schlimmste Ebola-Ausbruch aller Zeiten. Noch immer ist kein Ende der Epidemie in Sicht. Eine Impfung oder Medikamente gegen Ebola gibt es bislang nicht. Der Pharmakonzern Roche gab bekannt, dass die US-Gesundheitsbehörde FDA einen Test zur Feststellung einer Ebola-Infektion des Schweizer Unternehmens zugelassen habe.