Schwere Vorwürfe in Vermisstenfall

Hat eine Uber-Fahrerin Nalani (2) entführt – oder wollte ihr Vater das Kleinkind verkaufen?

Nalani Johnson wird mit diesem Foto vom FBI Pittsburgh gesucht: Wer hat das kleine Mädchen gesehen?
Nalani Johnson wird mit diesem Foto vom FBI Pittsburgh gesucht: Wer hat das kleine Mädchen gesehen?
© FBI Pittsburgh

03. September 2019 - 11:38 Uhr

Mysteriöser Vermisstenfall in Pennsylvania

Paul Johnson stieg aus dem Uber-Taxi, wollte noch seine Tochter Nalani (2) abschnallen, doch die Fahrerin des Wagens gab Gas. Seitdem wird das kleine Mädchen vermisst. Wurde es entführt? Die Fahrerin konnte festgenommen werden und behauptet: Der Vater selbst wollte Nalani verkaufen.

Freiwillige Helfer suchen nach dem kleinen Mädchen

Nalani wird am 15. September zwei Jahre alt. Die Suche nach ihr läuft. Freiwillige haben sich gemeldet, durchkämmten am Montag die Gegend in und um Monroeville (Pennsylvania) und auch den nahegelegenen Fluss Loyalhanna Creek. Bisher erfolglos, das Schicksal des Mädchens bleibt ungewiss. Wurde Nalani entführt? Oder hat ihr eigener Vater sie verkauft?

Diesen monströsen Vorwurf erhebt laut CNN zumindest Uber-Fahrerin Sharena Nancy (25), die derzeit in Untersichungshaft im Allegheny-County-Gefängnis sitzt. Sie wurde kurz nach dem Vorfall an einer roten Ampel festgenommen - drei Stunden, nachdem der Vater die Polizei alarmiert hatte.

Ehemann der Uber-Fahrerin reagiert verhalten

Nancy behauptet, von dem Vater instruiert worden zu sein. Er habe das Kleinkind für umgerechnet rund 9.140 Euro (10.000 Dollar) verkaufen wollen und sie beauftragt, mit Nalani circa 20 Minuten über die Route 22 zu fahren und sie dann einer Frau zu übergeben, die er ihr zuvor auf einem Foto gezeigt hatte. Die Frau wartete nach Nancys Angaben in einem silberfarbenen SUV mit Kennzeichen aus einem anderen Bundesstaat am Straßenrand. In dem Wagen habe zudem eine andere Frau gesessen. Nancy sagt, sie selbst sei nach der Übergabe mit dem Auto umhergefahren, habe geraucht und mit ihrem Ehemann telefoniert.

Der sagt, er wisse nicht, ob seine Frau etwas mit dem Verschwinden des Kindes zu tun hat. Während des Gesprächs habe sie das Kind zumindest nicht erwähnt und auch nach ihrer Festnahme beteuert, unschuldig zu sein. "Ein Teil von mir glaubt, dass sie es getan hat", sagte Raihan Uddin KDKA. "Ein anderer Teil denkt, dass es keine Beweise gibt. Wir sollten keine voreiligen Schlüsse ziehen."