Pendeln: Lange Arbeitswege können die Beziehung gefährden

23. Februar 2017 - 14:13 Uhr

Ab 30 Kilometern wird es für die Liebe gefährlich

Besteht bei Berufspendlern ein höheres Risiko für eine Scheidung oder eine Trennung? Die Geografin Erika Sandow und weitere schwedische Wissenschaftler der Umeå-Universität wollen in einer breit angelegten Studie herausgefunden haben, dass Pendler sich eher trennen und darüber hinaus männliche Berufspendler in Sachen Karriere die Nase vorn haben.

Wahrscheinlichkeit um 40 Prozent erhöht

So soll die Wahrscheinlichkeit einer Scheidung um ganze 40 Prozent höher liegen, wenn ein Ehepartner täglich 30 oder mehr Kilometer zur Arbeit fährt. Dies gelte vor allem dann, wenn der Mann der Pendler ist. Laut der Studie sollen sich 16 Prozent aller Pendlerpaare in den ersten fünf Ehejahren wieder scheiden lassen. Bei Nichtpendler sind es hingegen nur elf Prozent.

Über einen Zeitraum von insgesamt 10 Jahren wurden für die Studie die Daten von mehr als zwei Millionen verheirateten Schweden zusammengetragen und analysiert.

In Puncto Karriere soll sich das Pendeln allerdings ausgezahlt haben: Die ausgewerteten Daten der Berufspendler zeigten, dass sie ein höheres Einkommen erzielen und größere Karrierechancen haben.  Allerdings bezieht sich das auch eher auf die Männer. Frauen sollen laut der Studie offenbar öfter einen weniger qualifizierten Job annehmen oder halbtags arbeiten, um ihre Kinder in der Tagesbetreuung abgeben zu können.