Fehler bei Einsatz in Lüdenscheid

Peinliche Panne: SEK stürmt Wohnung einer 88-jährigen Oma - sie bleibt ganz cool!

SEK stürmt Wohnung von Seniorin
SEK stürmt Wohnung von Seniorin
© dpa, Markus Kluemper, mg

12. Dezember 2018 - 19:45 Uhr

SEK stürmt schwer bewaffnet versehentlich Wohnung einer 88-Jährigen

Bei einer Razzia gegen eine Rockergruppe in Lüdenscheid in Nordrhein-Westfalen hat sich ein SEK-Team in der Tür geirrt: Die Elite-Beamten stürmten schwer bewaffnet die Wohnung einer unschuldigen 88 Jahre alten Oma.

Der 88 Jahre alten Seniorin gehe es gut

Eigentlich wollten die Spezialkräfte der Polizei die Wohnungen von 13 mutmaßlichen Mitgliedern einer gewaltbereiten Rockergruppe stürmen. Doch der Einsatz ging komplett schief: Das SEK sprengte versehentlich die Tür einer 88-jährigen Seniorin und zündete auf ihrem Balkon eine Blendgranate. Offenbar hatten sie sich in der Hausnummer vertan.

"So ein Versehen sollte nicht vorkommen", sagte der Oberstaatsanwalt Gerhard Pauli. Jetzt werde untersucht, was polizeilich schiefgegangen ist - und natürlich werde der Schaden beglichen. Der Rentnerin gehe es gut. Angehörige und Polizisten hätten sich gut um sie gekümmert. Man habe sich bei ihr entschuldigt.

Bei der Razzia gab es mehrere Festnahmen

Hintergrund des Großeinsatzes war laut Staatsanwaltschaft ein versuchtes Tötungsdelikt im Rocker-Milieu. Razzien fanden zeitgleich in Hagen, Dortmund, Unna, Witten und im Märkischen Kreis statt.

Der eigentlich gesuchte Lüdenscheider aus der Rockergruppe "Freeway Riders" soll im vergangenen Oktober in Hagen ein Mitglied einer rivalisierenden Rockergruppe durch einen Schuss lebensgefährlich verletzt haben.

Trotz der Panne war die Razzia letzten Endes erfolgreich: Der gesuchte Rocker aus Lüdenscheid, sowie 13 weitere Männer in Nordrhein-Westfalen, konnten festgenommen werden. Die Polizei beschlagnahmte außerdem Schusswaffen und Drogen.