Peinliche Panne: Neuer Mega-Wasserwerfer hält nicht mal Eiern und Tennisbällen stand

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21. April 2014 - 21:10 Uhr

Thüringer Polizei beschädigt bei harmloser Übung 900.000-Euro-Koloss

Im Kriseneinsatz bei Demonstrationen, Hooligan-Ausschreitungen oder Krawallen sollen sie mit Macht zeigen, dass die Polizei die Oberhand behält: High-Tech-Wasserwerfer vom Typ 'WaWe 10'. Die fast eine Million Euro teuren Kolosse werden in weiten Teilen Deutschlands von Einsatzkräften genutzt und sollen Steinen und anderen Wurfgeschossen standhalten – in Thüringen zeigte sich jetzt aber bei einer Übung, dass selbst Eier und Tennisbälle die harte Schale des Giganten knacken können.

Es ist ein peinliches Eingeständnis, dass die Landespolizeidirektion Thüringen laut MDR machen musste. Den Angaben zufolge wurden bei der Übung nur leichte Wurfgeschosse genutzt, neben Eiern und Tennisbälle auch Flaschen, allerdings recht harmlose und nur zur Hälfte gefüllte Plastikflaschen. Die Folge für den gepanzerten Wasserwerfer: Drei faustgroße Schäden an der Panzerverglasung aus Polycarbonat.

Laut dem MDR-Bericht sind derartige Schäden an dem 33-Tonnen-Fahrzeug bislang bundesweit nicht vorgekommen, so das Innenministerium in Erfurt. Man verweist auch direkt auf die Kollegen im Bund, schließlich habe Berlin das Gerät in Österreich eingekauft. Insgesamt 78 Exemplare à 900.000 Euro seien geordert worden. Ein Sachverständiger soll jetzt das Fahrzeug prüfen.