Peinliche Panne: Facebook erklärt Mark Zuckerberg und viele andere lebende User für tot

14. November 2016 - 14:53 Uhr

Viele Facebook-Nutzer mussten am Freitag feststellen, dass sie das Online-Netzwerk offenbar für tot hält: Über ihren Profilen prangte der Aufruf an Freunde, Trost in Erinnerungen zu finden.

"Das war ein schrecklicher Fehler"

zuckerberg post
Auch Facebook-Gründer und Chef Mark Zuckerberg wurde von seinem Unternehmen für tot gehalten, zumindest ließ sein Profil das vermuten.

Was für eine peinliche Panne: Facebook hat durch einen technischen Defekt viele Nutzer kurzzeitig für tot erklärt. In ihren Profilen beim weltgrößten Online-Netzwerk wurde die für solche Fälle vorgesehene Gedenk-Nachricht an Freunde eingeblendet. Zu den Betroffenen zählte auch Mark Zuckerberg, Chef und Gründer des Netzwerks. "Das war ein schrecklicher Fehler, den wir nun behoben haben", erklärte Facebook und entschuldigte sich. Man habe sich beeilt, das Problem so schnell wie möglich zu korrigieren.

Einem Bericht der britischen Zeitung 'Guardian' zufolge waren zwei Millionen der weltweit rund 1,8 Milliarden Nutzer betroffen. In den USA stellten viele Mitglieder Screenshots ihrer Profile mit dem 'In-Gedenken-an'-Banner ins Netz, in dem Freunde dazu eingeladen wurden, Trost in Erinnerungen zu finden. 

Facebook bietet die Möglichkeit, Profile verstorbener Nutzer in eine Art digitale Mahnmale zu verwandeln. Dafür ist grundsätzlich ein Nachweis erforderlich. Was genau schiefgelaufen war, dass die Gedenknachricht scheinbar wahllos bei einigen Mitgliedern aktiviert wurde, erklärte Facebook nicht. Nach Angaben der Zeitung sollte der Text bei tatsächlichen Gedenk-Profilen geändert werden - und landete stattdessen auf den Facebook-Seiten anderer Nutzer. Gefälschte Nachrichten über den Tod von Prominenten sind keine Seltenheit in Online-Netzwerken. Meist werden sie genutzt, um Internet-Nutzern Links mit Schadsoftware dahinter unterzujubeln.