Peiffer: Geisterrennen in Oberhof und Ruhpolding schwierig

Arnd Peiffer blickt in die Kamera. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild
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02. Juni 2020 - 7:12 Uhr

Biathlon-Olympiasieger Arnd Peiffer (33) kann sich die Durchführung der deutschen Weltcups während der Corona-Krise im kommenden Winter ohne Zuschauer nur sehr schwer vorstellen. "In Ruhpolding und Oberhof ist das für den Veranstalter der Bankrott, denn sie partizipieren nicht an den TV-Geldern. Die Veranstalter brauchen die Ticketverkäufe, sonst können sie das gar nicht stemmen. Das ist schwierig", sagte Peiffer der Deutschen Presse-Agentur: "Zu Oberhof und Ruhpolding gehören die Fans und die Atmosphäre dazu, das macht auch den Reiz der beiden Orte aus."

Für die Biathleten soll es Ende November in Finnland losgehen, in Oberhof und Ruhpolding sind die Rennen, zu denen normalerweise Zehntausende Fans kommen, zwischen dem 4. und 17. Januar 2021 geplant. "Wir sind keine Kontaktsportart, den Mindestabstand hat man ja schon fast durch die Skilänge. Wenn Fußball möglich ist, dann ist es ja im Biathlon erst recht möglich", sagte Peiffer, der aber auch Geisterrennen akzeptieren würde: "Grundsätzlich möchte ich gerne Rennen gegen andere laufen und mich messen."

Die deutschen Skijäger habe ihre Vorbereitung bereits Anfang Mai begonnen. "Ich bereite mich so vor, als würde ein ganz normaler Winter bevorstehen", sagte der Harzer. Peiffer bezweifelt nicht, dass es einen Wettkampfbetrieb geben wird: "Ich bin davon überzeugt, dass der Weltverband IBU eine Saison durchziehen wird. Vielleicht nicht in allen Ländern, die wir sonst im Kalender haben, vielleicht mit weniger oder ganz ohne Zuschauer, aber ich bin mir sicher, dass es Weltcups geben wird."

Quelle: DPA