Seit 2014 ist er trocken

Peer Kusmagk: Bei Rückkehr in seine Entzugsklinik kommen ihm die Tränen

13. Mai 2020 - 11:54 Uhr

Erinnerung weckt große Emotionen bei Peer Kusmagk

Gut gelaunt und als treusorgenden Familien-Vater. So kennen die meisten Menschen Peer Kusmagk (44). Umso erschreckender war seine Alkoholbeichte im Jahr 2019. Wir treffen Kusmagk zum exklusiven Interview an dem Ort, wo er 2014 den Kampf gegen seine Alkoholsucht begonnen hat. Hier erzählt er, dass er oftmals zu Besuch kommt, um anderen Alkoholabhängigen in ihrer dunkelsten Stunde beizustehen und ihnen ein Vorbild zu sein. Dass die Besuche jedoch auch für Peer Kusmagk unfassbar emotional sind, zeigt unser Video.

Peer Kusmagk verzichtet für sich und seine Familie auf Alkohol

Es war die Schock-Beichte 2019: Peer Kusmagk gestand in einem Interview, dass er jahrelang mit seiner Alkoholsucht zu kämpfen hatte. Bis zu drei Flaschen Wein und obendrauf auch noch diverse Schnäpse habe er beinahe täglich zu sich genommen. Er kam an dem rettenden Punkt, als er wusste, dass es so nicht weitergehen dürfe. So machte er einen Entzug in der Salus Klinik.

Seit 2014 ist der Schauspieler und Moderator nun trocken. Im Interview gesteht er, dass er den Alkohol zwar nicht vermisse, jedoch die schönen Momente, die es beim Trinken zu teilen gibt. Auf all dieses müsse er jetzt bis zum Ende seines Lebens verzichten. Ein Preis, den er für seine Familie bereit ist zu zahlen. Denn Peer kennt die schrecklichen Seiten der Sucht und er weiß, dass er sich durch einen Rückfall den ganzen harten Weg kaputt machen würde.

Peer Kusmagk will anderen Kranken helfen

Diese standhafte Einstellung möchte er mit anderen Suchtopfern teilen. Kehrt daher immer wieder in die Klinik zurück, wo er einst den Alkohol besiegte. Hier redet er mit Alkoholkranken und schenkt ihnen Mut. Ist leuchtendes Beispiel. Doch das tue er nicht nur für sich, meint Klinik-Leiter Robert Schöneck: Das ständige Auseinandersetzen mit der eigenen Sucht, helfe eben auch mit dieser zu leben. Und das ist schließlich auch ein Weg der Verarbeitung, um auch zukünftig standhaft zu bleiben.