Patientendaten im Internet abrufbar

14. Februar 2016 - 6:16 Uhr

Rund 2.500 hochsensible Patientendaten psychisch schwer kranker Menschen aus Schleswig-Holstein sind frei im Internet abrufbar gewesen. "Wir haben die Daten gesichert und die Firma kontaktiert", sagte der Kieler Landesdatenschutzbeauftragte Thilo Weichert. Zuvor hatten die 'Lübecker Nachrichten' berichtet, dass Behörden- und Klinikbriefe, medizinische Befunde und psychologische Dokumentationen sogar heruntergeladen werden konnten.

Auslöser sei eine Sicherheitslücke bei einem Internetdienstleister in Rendsburg gewesen, der Datenbanken für insgesamt fünf soziale Dienste und Behörden in ganz Deutschland betreibe. "Wir haben bislang keine Erklärung, wie das passieren konnte", sagte ein Firmensprecher der Zeitung. Nach Recherchen des Blattes waren die Daten offenbar monatelang einsehbar.