Passagiere mit Coronavirus werden in Uniklinik behandelt

Ein Mann und Kinder mit Mundschutzmasken verlassen den Airbus A310 "Kurt Schumacher" der Luftwaffe in Richtung eines Busses, während Notärzte das Innere der Maschine betreten. Foto: Boris Roessler/dpa
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03. Februar 2020 - 16:30 Uhr

Nach der Rückkehr von mehr als 120 Deutschen und ihren Angehörigen aus China werden zwei mit dem Coronavirus infizierte Patienten in der Frankfurter Uniklinik behandelt. Sie und fast alle anderen Passagiere waren nach der Landung am Samstag in Frankfurt auf den Erreger getestet worden.

Als die Testergebnisse vorlagen, waren die beiden Infizierten bereits in der Quarantäne-Einrichtung im rheinland-pfälzischen Germersheim angekommen. Von dort aus wurden sie dann wieder nach Frankfurt gebracht. Nach Angaben der Ärzte von Sonntagnachmittag hatten sie keine Symptome gezeigt. Es gehe ihnen gut, hieß es. Sie werden in der Uniklinik isoliert behandelt.

Ein Bundeswehrflugzeug hatte insgesamt 126 Menschen aus der besonders stark vom Virus betroffenen Stadt Wuhan zurückgeholt, die als Ursprungsort der Epidemie mit Hunderten Toten und Tausenden Erkrankten in China gilt.

Für die Quarantäne-Zeit wurde eine Bundeswehrkaserne in Germersheim hergerichtet. Nach Angaben eines Sprechers der Luftwaffe sind die Menschen dort auf drei getrennte Stockwerke verteilt, um die Ansteckungsgefahr möglichst gering zu halten. Ein Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes berichtete, dass die Aufnahme der Passagiere am Samstagabend ruhig verlaufen sei. Nach Angaben des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministeriums dürfen sich die Rückkehrer in der Kaserne nur mit Mund-Nasen-Schutz bewegen.

Am Montag sollen sie alle erneut auf das Virus getestet werden und dann wieder in einer Woche und am Ende der Quarantäne. Falls weitere Fälle in Germersheim festgestellt werden, sollen auch diese Patienten in die Frankfurter Uniklinik gebracht werden.

Quelle: DPA