Markierung auf dem Boden

Parkwächter des Görlitzer Parks weist Dealern Plätze zu

8. Mai 2019 - 23:47 Uhr

Pink für Stellplatz

Sie nehmen viel Platz in Anspruch und versperren Passanten den Weg. Jeder, der schon mal im Görlitzer Park in Berlin gewesen ist, kennt das Problem - die Drogen-Dealer sind überall. Um das Chaos zu regeln, hat sich der Parkmanager jetzt etwas einfallen lassen. Cengiz Demirci hat den Kriminellen Stellplätze zugeteilt - die hat er mit pinker Farbe auf dem Boden markiert!

Entspannter Eingang für Passanten

Die Menschen sollen am Parkeingang nicht mehr bedrängt werden. Damit es für sie leicht ist, einzutreten, wurden nun Markierungen auf dem Boden gemacht, auf die sich Drogen-Dealer stellen sollen. Die sind so weit auseinander, dass Passanten entspannt vorbeikommen sollen. So zumindest der Plan. Der Parkmanager betonte dabei im Interview mit dem "rbb", dass es sich hier nicht um eine Legalisierung des Drogenhandels handele. Er wolle nur die Qualität für die anderen Besucher des Parks heben. Ein No-Go für Burkard Dregger, Fraktionsvorsitzender der CDU. Im RTL-Interview erklärt er, warum ihm die Dealer so gar nicht passen. Mehr dazu im Video!

"Das ist schon etwas befremdlich"

Pauschale Berlin / 15.05.2015 Reportage Drogen Goerlitzer Park, wie sieht es jetzt bei der Null Toleranz Politik im Park aus? Was macht die Polizei, Dealer, Kaeufer. Bild-Motiv: Uebersicht Goerlitzer Park (
Der Görlitzer Park in Berlin ist ein Drogenumschlagplatz.
© imago images / Olaf Wagner, via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Auch Benjamin Jendro, Pressesprecher der Polizeigewerkschaft, ist ein Gegner der pinken Zonen. Er ist würde den Dealern keinen Platz einräumen. "Integration ist immer wichtig, aber ich denke, dass es falsch wäre, wenn wir Drogendealer integrieren in den Park als Nutzer und eben denen auch noch Raum zur Verfügung stellen. Das ist schon etwas befremdlich, wenn wir rosa Linien auf den Boden eines Parks sprühen, damit Drogen-Dealer dort stehen können", erklärt er im RTL-Interview.

CDU-Fraktionsvorsitzender Burkard Dregger hält die pinken Markierungen für wenig sinnvoll. Er sieht eher die Stadt in der Verantwortung, das Problem beim Schopf zu packen. "Es ist mehr als eine Kapitulation. Es ist eine Mitwirkung am Verbrechen. Und das ist unerträglich", so der Politiker.